Medien : Ausgepuncht

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161 Jahre nach ihrer Gründung hat die britische Satire-Zeitschrift „Punch“ ihr Erscheinen eingestellt. Der Eigentümer der Zeitschrift, Mohammed Fayed, dem auch das Luxus-Kaufhaus „Harrods“ gehört, hatte „Punch“ 1996 wiederbelebt, nachdem der Titel bereits 1992 ein erstes Mal eingestellt worden war. Die Satire-Zeitschrift hatte zuletzt nur noch 6000 Abonnenten, während die Kosten pro Ausgabe rund 40 000 Pfund (65 000 Euro) betrugen. Von den zwölf Redaktionsmitgliedern wurden acht entlassen, die anderen vier sollen sich um die weiterhin bestehende Internetpräsenz und das umfangreiche Archiv der Zeitschrift kümmern, so Fayed.

„Punch“ hatte sich als „Verteidiger der Unterdrückten“ und als „Heimsuchung der Autoritäten“ einen Ruf als Stachel im Fleisch des britischen Establishments erworben. Fayed hatte die Zeitschrift vor allem nach dem Tod seines Sohnes Dodi und Prinzessin Diana 1997 in Paris immer wieder für persönliche Kampagnen beispielsweise gegen die britischen Geheimdienste und das Königshaus eingesetzt. dpa

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