Auswechslung : Fußball: ARD macht Mehmet Scholl zum Superexperten

Mehmet Scholl wirkt in seinen Analysen bereits seit einiger Zeit enorm gefestigt, dies wird nun auch von den Intendanten der ARD gewürdigt.

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Auf ihrer Sitzung im Kloster Eberbach im Rheingau entschieden sie, dass der ehemalige Mittelfeldspieler des FC Bayern München nach dem Ende der Ära Günter Netzer zum Fußball-Superexperten des Ersten werden soll. Netzer (65) beendet nach der Fußball-WM seine Expertentätigkeit an der Seite von ARD-Moderator Gerhard Delling. Der 39-jährige Ex-Nationalspieler Scholl wird Netzer nicht nur an der Seite Dellings ersetzen, auch im Duo mit Reinhold Beckmann soll er die Live-Spiele einordnen. Scholl gehört seit der EM 2008 zum ARD-Expertenteam.

„Bei Günter Netzer möchte ich mich für dreizehn gemeinsame, sehr erfolgreiche Jahre ganz herzlich bedanken. Er hat einen klasse Job gemacht“, sagte Volker Herres am Dienstag. Der ARD-Programmdirektor ist auch für die Personalie Günther Jauch, der 2011 Anne Will am Sonntagabend ablösen soll, zuversichtlich. „Ich glaube, dass alle Fragen befriedigend beantwortet werden konnten“, sagte Herres zu epd. Das WDR-Aufsichtsgremium hatte in einigen Punkten Klärungsbedarf angemeldet. Eine andere Entscheidung wurde vertagt. Die von Jörg Pilawa vor seinem Weggang zum ZDF moderierte Vorabendsendung „Das Quiz“ muss pausieren, dafür wird „Das Duell“ mit Florian Weber verdoppelt und bis Ende des Jahres dienstags bis freitags jeweils um 18 Uhr 50 und 19 Uhr 20 ausgestrahlt.

Die Umstellung der Rundfunkgebühren auf eine Haushaltsabgabe wird den Intendanten zufolge zu keinem Plus in der ARD-Kasse führen. Angebliche Mehreinnahmen von eine Milliarde Euro seien völlig illusorisch, sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust: „Am Ende wird bestenfalls eine schwarze Null stehen.“ Zufrieden zeigte sich der Senderverbund mit der Quotenentwicklung. Durch Fußball-WM, aber auch den Eurovision Song Contest sei das erste Halbjahr so erfolgreich ausgefallen wie nie. Das Gemeinschaftsangebot der ARD erreichte 13,8 Prozent der Zuschauer und stehe damit vor RTL, ZDF und den Dritten, teilte Boudgoust mit.

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