Medien : BDZV fürchtet Behinderungen

Streit mit Fifa um Sperrfristen für WM-Fußballbilder

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In einem ist man sich einig: Die Zeitungen leisten einen großen Beitrag, die Fußballweltmeisterschaft 2006 zu einem sportlichen und kulturellen Ereignis zu machen, das weit über den Tag hinaus wirkt. Uneinig sind sich Weltfußballverband Fifa und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) jedoch in wichtigen Detailfragen, bei denen der BDZV den notwendigen Gestaltungsfreiraum vermisst. Vor allem die Restriktionen bei der Fotoberichterstattung müssten beseitigt werden, erwartet BDZV- Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff.

Worum es geht: Die Fifa schreibt in ihren Akkreditierungsregeln für Journalisten vor, wann und wie viele Fotos von Online-Medien veröffentlicht werden dürfen. Außerdem gibt es Vorschriften für die Gestaltung der Fotos in den Printmedien. „Solche Eingriffe in die redaktionelle Arbeit sind mit unserem Verständnis von Journalismus nicht zu vereinbaren und entsprechen auch keineswegs den Ansprüchen der Zeitungsleser“, sagte Wolff.

Ein anderer Streitpunkt ist bereits aus dem Weg geräumt worden. Das Maskottchen der Fußball-WM „Goleo VI“, das WM-Logo und der WM-Pokal dürfen zur Illustration redaktioneller Beiträge auf den Titelseiten der Zeitungen abgebildet werden. Außerdem dürfen die WM-Marken als Gestaltungselemente im Sportteil der Zeitungen verwendet werden. „Mit der Freigabe der WM-Symbole hat die Fifa anerkannt, welch hohen Stellenwert die Berichterstattung der Zeitungen für die WM 2006 hat“, so Wolff.

Ebenfalls geeinigt haben sich die öffentlich rechtlichen Fernsehsender auf die Verteilung der Gruppenspiele bei der Fußball-WM. Das Eröffnungsspiel von Gastgeber Deutschland gegen Costa Rica am 9. Juni läuft in der ARD, das Finalspiel am 9. Juli in Berlin wird von der ARD übertragen, wo auch das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Ecuador am 20. Juni stattfindet.

Insgesamt laufen 34 der insgesamt 48 Vorrunden-Spiele live bei ARD und ZDF. An den jeweils letzten Gruppenspieltagen haben beide Sender die Wahl, welche der beiden parallel angesetzten Partien sie übertragen. ARD und ZDF hatten sich die Übertragungsrechte für 48 der insgesamt 64 Spiele der Fußball-WM gesichert. Darunter befinden sich so gut wie alle Spitzenspiele. Alle 48 Begegnungen sind live nur beim Bezahlsender Premiere zu sehen. Sechs Live-Spiele hat sich RTL gesichert. sag

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