Beatrix von Storch : Facebook sperrte vorübergehend Profil von AfD-Abgeordneter

Die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch ist auch bei Facebook aktiv. Ihr privater Account wurde am Dienstag gesperrt. Nachdem die Politikerin Gegenmaßnahmen ankündigte, hat Facebook offenbar eingelenkt.

Beatrix von Storch
Beatrix von StorchFoto: dpa

Verwirrung um das Facebook-Profil der prominenten Europaabgeordneten der Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch: Facebook hatte das private Profil der Politikerin am Dienstag vorübergehend gesperrt. Das teilte die Politikerin auf ihrer Facebook-Fanpage mit. Als Grund gab Facebook Missbrauch an, „weil ich offensichtlich ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Person des öffentlichen Lebens“ bin, die kein Profil, sondern nur eine Seite unterhalten darf“, schreibt von Storch. „Das ist außerordentlich bedauerlich, weil ich so von einer wichtigen Informationsquelle abgeschnitten bin.“

Von Storch soll laut Handelsblatt im Laufe des Dienstags bereits auf die Sperre reagiert haben, indem sie sich einen neuen privaten Account angelegt haben soll. „Nur den Spiegel lesen, verdummt“, erklärte sie dazu. „Darf ich diejenigen unter Ihnen, die für mich relevante Nachrichten posten, bitten, mir eine Freundschafsanfrage zu senden. Ich habe mir ein neues Profil zugelegt. Unter meinem Namen. Danke!“

Das hat Facebook offenbar zum Einlenken bewogen. Am Mittwoch morgen teilte Storch auf ihrer Facebook-Seite mit: "Na Bitte. Geht doch. Danke Mr. Zuckerberg. Meine Profilseite ist wieder da. Der Mann ist eben ne Wucht- liest offenbar meine Postings. Sollte Frau Merkel auch tun. Die könnte da richtig was bei lernen."

Auf der Fanpage von Beatrix von Storch wurde heftig diskutiert

Ein Profil umfasst Daten, die mit der Person verknüpft sind. Das reicht von Vor- und Nachname bis zu Geburtsdatum und Interessen. Über die „Privatsphäre-Einstellungen“ können die User die Seite individuell steuern. Facebook erlaubt nur ein Privatprofil. Über sogenannte „Freundschaftsanfragen“ können die User ein Kontakte-Netzwerk aufbauen. Allerdings gibt es hier eine Obergrenze: Mehr als 5000 Freunde lässt Facebook nicht zu.

Ein großer Vorteil privater Profile liegt in der Möglichkeit, direkt mit „Freunden“ kommunizieren zu können. Das kann öffentlich oder versteckt geschehen. Über die Nachrichtenfunktion lassen sich auch individuelle Nachrichten verschicken.  Wer sein Profil übermäßig für Marketingaktionen nutzt, läuft Gefahr von Facebook gesperrt zu werden.

Für Unternehmen, Produkte, Bands, Künstler, Vereine, Parteien oder Politiker gibt es die Fanseiten. Eine solche hat auch Beatrix von Storch. Wenn jemand Fan einer Seite wird, also den „gefällt mir“-Button drückt, dann bekommt er die Meldungen der Seite in seinen Meldungen angezeigt. Die Anzahl der möglichen Fans ist unendlich und durch nichts begrenzt.

Nachrichten lassen sich mit einer Fanpage aber nicht versenden. Ein Vorteil aus Marketing-Sicht ist jedoch, dass Fanpages wie „normale“ Webseiten öffentlich sind - und also auch für Suchmaschinen relevant. Private Profile können hingegen nur von Personen eingesehen werden, die auf Facebook registriert sind.

Die Nachricht von der Profil-Sperrung hatte auf der Von-Storch-Fanpage für rege Diskussionen gesorgt. Tsp

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