Medien : Berliner Journalistenpreis „Der lange Atem“ vergeben

Der Verein Berliner Journalisten hat am Dienstagabend erstmals den Journalistenpreis „Der lange Atem“ vergeben. Den ersten Preis erhielt Frank Nordhausen von der „Berliner Zeitung“ für seine langjährige Berichterstattung über Scientology und Sekten. Die Arbeiten des Reporters „stehen in der besten Tradition journalistischer Aufklärung. Hartnäckig investigativ, unerschrocken und stilistisch brillant deckt er die Machenschaften von Zirkeln auf, die sich religiös tarnen, um Menschen abhängig zu machen, auszubeuten und zu zerstören“, sagte Laudator Hans-Ulrich Jörges. Nordhausen sei damit zu einer gesellschaftlichen und politischen Instanz im Kampf für die Freiheit und gegen das Sektenunwesen geworden, so der stellvertretende „Stern“-Chefredakteur.

Den zweiten Preis teilen sich die rbb-Autoren Boris Hermel und Heike Hartung. Sie werden für ihre Langzeitbegleitung des Neonazi-Opfers Noel Martin geehrt. Der Sonderpreis für die Berichterstattung aus Berlin zu überregionalen Themen wurde Ronny Blaschke verliehen, der sich als freier Journalist dem Thema Gewalt im Fußballstadion widmet. Die Preise wurden in der Kleinen Arena des Tempodrom vor 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur übergeben. Mit dem undotierten Preis sollen Journalistinnen und Journalisten geehrt werden, die sich mit Mut, Sorgfalt und Beharrlichkeit einem gesellschaftlich relevanten Thema widmen und es engagiert in die Öffentlichkeit tragen. Insgesamt waren 40 Beiträge aus Presse, Rundfunk und Fernsehen eingereicht worden, aus denen die Jury unter Vorsitz des ehemaligen ORB-Intendanten Hansjürgen Rosenbauer17 Nominierungen ausgewählt hat. Eine Voraussetzung für die Einreichung war, dass die Journalistinnen und Journalisten in der Hauptstadtregion arbeiten. Tsp

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