Medien : Berliner Zeitung: Süskinds Vertrag nicht verlängert

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Der Berliner Verlag hat den Vertrag von Martin E. Süskind, Chefredakteur der "Berliner Zeitung", nicht verlängert. Dies wurde dem Tagesspiegel am Montag aus Kreisen der Verlagsführung bestätigt. Der 57-Jährige war mit seinem Stellvertreter Klaus Schrotthofer im Mai 1999 vom "Kölner Stadtanzeiger" zur "Berliner Zeitung" gekommen. Der Dreijahresvertrag endet im Juni 2002 mit einjähriger Kündigungsfrist. Ein Nachfolger sei mittlerweile gefunden, heißt es. Offiziell will der Verlag nichts bestätigen.

Nachdem Süskinds Vorgänger Michael Maier mit der Rückendeckung des Mutterverlages Gruner + Jahr und dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte-Hillen finanziell aus dem Vollen schöpfen und in das Blatt investieren konnte, leitete die neue Verlagsführung ein Sparprogramm ein. Hintergrund war, dass trotz aller Investitionen die verkaufte Auflage des vor allem im Ostteil Berlins verbreiteten Blattes sank. Zuletzt unterschritt die "Berliner Zeitung" die psychologisch wichtige Grenze von 200 000 Exemplaren. Die Erwartungen an Süskinds Nachfolger seien klar, hieß es am Montag: Es müsse eine "durchsetzungsstarke Führungspersönlichkeit sein, ein Blattmacher, der weiß, was er will".

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