Bezahlsender : Hacker trüben Premiere-Ergebnis

Bezahlsender Premiere hat zunehmend Probleme mit Schwarzsehern. Im April soll die Sicherheitslücke deshalb geschlossen werden.

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Premiere will härter gegen schwarze Schafe vorgehen. -Foto: ddp

Ein Hacker-Angriff hat nach Angaben von Premiere das Wachstum des Bezahlsenders gebremst. Im Ausland produzierte, modifizierte Receiver würden im großen Umfang in Deutschland verkauft, teilte die Premiere AG mit. Der Bezahlsender will von April an neue Smartcards an seine Kunden verschicken, um die Sicherheitslücke zu schließen. Möglicherweise will Premiere auch das Verschlüsselungssystem wechseln, um das Katz-und-Maus-Spiel mit den Schwarzsehern zu beenden. Premiere reklamiert, dass die Hacker-Attacke „auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von Premiere“ habe. Die Zahl der Abonnenten lag Ende 2007 bei 4,279 Millionen. Davon waren 3,651 direkt bei Premiere unter Vertrag, hinzu kamen über Arena und Unitymedia weitere 628 000 indirekte Kunden. Ursprünglich hatte Premiere auf 4,4 Millionen Abonnenten zum Ende 2007 gehofft.

Die Erlöse gingen im vergangenen Jahr von 1,055 Milliarden Euro auf 984,5 Millionen Euro zurück. Im November hatte Premiere Erlöse in Höhe von einer Milliarde Euro angekündigt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 83,4 Millionen Euro (Vorjahr: 47,9) im Rahmen der letzten Erwartungen. jbh

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