"Bild"-Chef Kai Diekmann im Twitter-Interview : "@BILD kann nur BIG"

Ein Interview als 140-Zeichen-Schlagabtausch: „Bild“-Chef Kai Diekmann tippt über sein Twitter-Jahr 2013, seine Nähe zur Regierung - und erstmals zu den Abozahlen des neuen "Bild"-Digitalangebots.

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Mit neuem Hut: "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, 49, mit dem Hut, den Boris Becker in der RTL-Show mit Oliver Pocher tragen hat.
Mit neuem Hut: "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, 49, mit dem Hut, den Boris Becker in der RTL-Show mit Oliver Pocher tragen hat.Foto: Promo

Wohl kein anderer Chefredakteur in Deutschland twittert so häufig wie Kai Diekmann von der „Bild“. Zum Jahresabschluss spricht er über sein Twitter-Jahr 2013. Ein Interview geführt per Direktnachricht auf Twitter über Twitter – für Fragen und Antworten waren nicht mehr als 140 Zeichen erlaubt, so gibt es der Kurznachrichtendienst vor.

Sonja Alvaréz fragt:

@KaiDiekmann Das Twitter-Jahr neigt sich dem Ende zu. Unter welchem Hashtag fassen Sie 2013 zusammen?
Kai Diekmann antwortet:
@Sonja_Alvarez #BILDistjetztAPO ...weil die #GroKo sonst alles erdrückt!

Das heißt also: @KaiDiekmann wird den Wirtschaftsminister nicht mehr umarmen?

...und wenn, dann drück' ich ihn so fest an meine Brust, dass er keine Luft mehr kriegt! :-)


Hört sich mehr nach Drohung an. Sie haben insgesamt mehr als 4000 Tweets veröffentlicht, welche wären besser ungeschrieben geblieben?

...alle die nach 22 Uhr!

Dann geht mit Ihnen also wie @TheBorisBecker manchmal die Twitter-Hand durch?

Wie kommen Sie denn darauf? Niemals! (Anm. d. Red.: Diekmann schickt als Antwort das Bild mit den Fliegenklatschen.)

Hübscher Kopfschmuck. Sollten Sie häufiger tragen.

Leihe ich Ihnen gerne mal aus.

Danke, aber ich warte, bis der Trend vorbei ist. Auch Hoodies sollen ja bald out sein.

Ach, ist das so? #WellekommtWellegeht

Traurig, dass Sie weniger Follower haben als „Spiegel“-Chefredakteur @wbuechner?

Ja. :´( :´( :´(

Wenn Sie nach 22h besser nichts mehr tweeten, ist Twitter dann die erste App, die Sie morgens noch im Bett öffnen?

Nein. Mein Früh-Lektüre sind E-Mails.

News aus den USA zum #nextbigthing?

Ja, natürlich. @BILD kann nur BIG!

Die Print-Auflage der „Bild“ sieht allerdings wenig „big“ aus. Ein Minus von 7,4 Prozent im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Und über 150 000 neue digitale Abonnenten von BildPlus in den ersten sechs Monaten! So sieht Zukunft aus!

Das wird sich zeigen. Was ist Ihre Prognose: Zwölf Monate, 300 000 zahlende Nutzer?

Allein BildPlus hat schon jetzt mehr zahlende digitale Kunden als der gesamte Tagesspiegel Käufer! Ich bleibe bescheiden auf dem Teppich.

Ist wohl besser, BildPlus muss diese Zahlen erst mal halten. Apropos Zukunft. Von wem wollen Sie mehr/weniger Tweets lesen?

Mehr? Überhaupt mal von Stephan-Andreas Casdorff! Weniger? #Bart! Ich möchte nicht mehr nur auf mein Äußeres reduziert werden. #InnereWerte

Wann fängt Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner überhaupt mal an zu twittern?

Döpfner twittern? Der hat ja schon mich – und smst viel lieber!

Wer ist dann Ihr Twitterkönig 2013?
@koelner_dom

Rund um Ihre Rückkehr aus dem Silicon Valley hieß es, dass Sie bald als Chefredakteur der „Bild“ gehen. Ist es 2014 so weit?

Was @BILD betrifft, gehe ich nunmehr seit 13 Jahren – und zwar jeden Abend nach Hause. :-P

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