Medien : „BILDblog“ bis Einstein: Grimme Online Awards

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Die Gewinner des fünften Grimme Online Award stehen fest. Am Donnerstag wurden die Trophäen bei der Preisverleihung auf Schloss Bensberg von prominenten Preispaten überreicht, darunter „Hartaber-fair“-Moderator Frank Plasberg und „Tatort“-Kommissarin Sabine Postel. In der Kategorie „Information“ gewann das boulevardkritische Weblog „BILDblog“, das von vier Medien-Journalisten betrieben wird, eine Trophäe. Aus der Begründung der Jury: „Das BILDblog ist das wichtigste deutschsprachige ‚Watchblog’. Es demonstriert, wie das Internet für eine unabhängige, kontinuierliche und professionelle Medienkritik genutzt werden kann.“

Vier Preise vergab die Jury in der Kategorie „Wissen und Bildung“ . Der Grimme Online Award geht hier an die Website „Holocaust-Mahnmahl – Gedächtnis aus Stein“ (ZDF, HR Neue Medien, Redaktion heute.de), „ein inhaltlich überzeugendes und emotional sehr ansprechendes Gesamtwerk, welches keine vordergründige Betroffenheit sucht, sondern an der Reflexion teilhaben lässt“, so die Jury. Weiterhin wird die Website „Einsteins Welt“ (ZDF) ausgezeichnet, „Wikipedia – Die freie Enzyklopädie“, das die Juroren als „herausragendes Beispiel kollaborativer Nutzung des Internet“ auszeichnen, und die Website „Jugendopposition in der DDR“ (Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., Bundeszentrale für politische Bildung).

Die Website „Lyrikline – Poesie hören und lesen“ bekam für Konzept und Idee den Grimme Online Award in der Kategorie „Kultur und Unterhaltung“ . Erstmals wurde auch ein Grimme Online Award in der Kategorie „Spezial“ vergeben – an die Website „Spiegel online“. Damit, so die Jury, solle ein journalistisch geprägtes Onlineangebot ausgezeichnet werden, „das seit zehn Jahren wesentlich mit dafür gesorgt hat, dass das Internet zu einem respektierten Medium geworden ist.“

Hollywood-Star John Malkovich überreichte den Intel Publikums-Preis an die Website „Wikipedia“. 124796 Internet-Nutzer beteiligten sich an der Abstimmung – 35000 mehr als 2004. „Das zeigt deutlich, dass der Grimme Online Award nicht nur von der Internet-Branche, sondern auch vom Publikum angenommen wird“, sagte Uwe Kammann, Geschäftsführer des Grimme-Instituts. Für Friedrich Hagedorn, verantwortlicher Referent für den Grimme Online Award, demonstrieren „die Preisentscheidungen den Entwicklungsgrad und die derzeitigen Möglichkeiten publizistischer Qualität im Netz.“meh

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