Bio-Pic : Ein Schriftsteller soll nach oben

Regina Ziegler verfilmt das Leben von Hans Fallada, Autor von Romanen wie "Jeder stirbt für sich allein" oder "Ein Mann will nach oben".

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Den Schriftsteller Hans Fallada ereilt lange nach seinem Tod ein großer Ruhm.
Den Schriftsteller Hans Fallada ereilt lange nach seinem Tod ein großer Ruhm.Foto: picture alliance / dpa

Das Leben des Schriftstellers Hans Fallada (1893 – 1946) wird verfilmt. Die Produzenten Regina Ziegler und Marc Müller-Kaldenberg haben sich dafür die Rechte gesichert, heißt es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. Das Projekt werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Rolf Basedow und dem Verlag Felix Bloch Erben entwickelt. Besetzung, Regisseur und ausstrahlender Sender stünden noch nicht fest.

Regina Ziegler sagte, „Hans Fallada gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, dessen Leben und Werk zentrale Themen der Moderne wie in einem Brennglas fokussieren.“ Sein Leben sei nicht selten ein Hochseilakt gewesen, zwischen Bürgerlichkeit und Bohème, zwischen Alkoholismus und Drogensucht, zwischen angeblichem Mitläufertum und Widerstand gegen die Nazis.

Hans Fallada, geboren 1893 als Rudolf Ditzen in Greifswald, veröffentlichte ab 1920 zahlreiche Romane und Erzählungen, Titel wie „Kleiner Mann – was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, „Der Trinker“ oder „Ein Mann will nach oben“ brachten den Erfolg. Der Roman „Jeder stirbt für sich allein“, den Hans Fallada 1946, wenige Wochen vor seinem Tod, in der Psychiatrie der Berliner Charité schrieb, hat gerade neue und große Aufmerksamkeit erfahren, vor allem im angelsächsischen Raum, aber auch in Frankreich und Israel. Die ungekürzte deutsche Originalfassung, erst in diesem Jahr publiziert, kam in die Bestsellerlisten. Den Anstoß zu seinem in fiebriger Eile geschriebenen Roman nach authentischem Geschehen hatte Fallada von Johannes R. Becher, Dichter und später Kulturminister der DDR, bekommen. Becher hatte Fallada die Prozessakten zu Otto und Elise Hampel gegeben. Das Ehepaar hatte mit Postkarten gegen das Nazi-Regime opponiert, es war denunziert, festgenommen und hingerichtet worden. Der Roman war in der DDR und in der Bundesrepublik verfilmt worden. jbh

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