Medien : Biss dahin: Vampire zum Abendbrot

Vampire sind in. Die ersten fünf Plätze in der Amazon-Bestsellerliste gehören der US-Autorin Stephenie Meyer und ihren Blutsauger-Romanen. Da kommt die Krimiserie „Soko Wismar“, die sonst ein eher unauffälliges Leben im ZDF-Vorabendprogramm fristet, heute gerade recht: „Schlechte Zeiten für Vampire“, eine hübsche Genre-Fingerübung, geschrieben und inszeniert von Hans-Christoph Blumenberg. Sonst eher ein Mann fürs Große („Kanzleramt“, „Warten auf Angelina“), hat sich der Regisseur von Produzentin Dagmar Rosenbauer überzeugen lassen, vier „Soko“-Folgen zu drehen. Die heutige ragt heraus. Am Stadttor Wismars wird die Leiche eines Professors gefunden. In Verdacht geraten zwei Schwestern, die etwas mit dem Toten und einem gewissen Vampir Nosferatu zu tun hatten – eine Anspielung auf den Stummfilmklassiker von F.W. Murnau, der 1921 in Wismar gedreht wurde. „Eine interessante Herausforderung, wie beim Schriftsteller, der statt eines Romans mal eine Novelle schreibt“, erklärt Blumenberg sein Faible für den Vorabendkrimi. Außerdem sei die Soko „sozusagen der ,Tatort'' des frühen Abends“. Blumenbergs nächstes Projekt ist wieder eine Nummer größer: Er dreht eine Doku über die Geschichte der Berlinale. meh

„Soko Wismar“, ZDF, 18 Uhr

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