Blick in die Klatschpresse : Höchststrafe für Hoeneß

Von "Neue Welt" über "Echo der Frau" bis "Schöne Woche": Wie sich die Regenpresse auf Susanne Hoeneß stürzt.

Moritz Tschermak
Foto: Promo
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Immer dann, wenn das Journalistenrudel den Geschmack an seiner Beute verloren hat und weiterzieht, machen sich seine Kollegen von der Regenbogenpresse über den halb zerfledderten Kadaver her. Und das ist derzeit Uli Hoeneß.

Heribert Prantl forderte in der „Süddeutschen Zeitung“ zwar noch „Friede dem Verurteilten“, doch was juckt das die Regenbogenhefte? Sie fahren unbeeindruckt die ganz großen Geschütze auf. Ihr Ziel: Nicht Hoeneß selbst, sondern seine Ehefrau Susanne. Die „Neue Welt“ spricht von einem „Familiendrama nach dem Urteil“ und fragt: „Was hat er seiner Frau nur angetan?“ Denn die ist gar nicht mehr die „einst so hübsche Blondine“. Verblüffend, diese Laune der Natur, dass Frauen auch mal altern: „So klein und verbittert sieht sie aus! Ergraut und gramgebeugt begleitete sie ihren Uli zur Urteilsverkündung.“ Strahlend auf High Heels und diamantengeschmückt wäre aber vielleicht auch nicht der passende Auftritt gewesen.

Das „Echo der Frau“ will mit solchen Oberflächlichkeiten nichts zu tun haben und blickt in die Seele von Susanne Hoeneß: „So leidet seine Frau“. Für sie breche eine Welt zusammen – „Statt Familienidylle daheim am Tegernsee“ nun „Besuche im Knast“.

Doch schon jetzt ist es ein täglicher Spießrutenlauf. Die „Schöne Woche“ richtet den Zeigefinger auf Susanne Hoeneß und tuschelt: „Sie muss das Getuschel der Leute und die auf sie gerichteten Zeigefinger ertragen.“ Es sei nur noch eine Frage der Zeit: „Wie lange hält seine Frau noch zu ihm?“

Glaubt man der „Frau aktuell“, ist Hopfen und Malz aber ohnehin schon verloren. Schließlich habe „Uli die ganze Familie durch seine Fehltritte ins Aus katapultiert“. Nach der Haft kommt die soziale Ausgrenzung: „Wer lädt schon gern einen Vorbestraften zu sich ein?“ Keine Kaffeekränzchen mehr! Das ist nun wirklich die Höchststrafe in der Regenbogenwelt.

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