Bluescreens und Abstürze : Microsoft zieht Windows-Update zurück

Nach zahlreichen Systemabstürzen zieht Microsoft ein Update von vergangener Woche zurück. Mit Windows 9 soll die Update-Automatik allerdings ausgebaut werden.

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Nach dem Update von Windows 8.1 steht die Taskleiste auch in der Kachelansicht zur Verfügung. Das Update ist beinahe 900 Megabyte groß.
Nach dem Update von Windows 8.1 steht die Taskleiste auch in der Kachelansicht zur Verfügung. Das Update ist beinahe 900 Megabyte...Screenshot: Tsp

Nichts ist bei Computern, Tablets oder Smartphones so wichtig wie das rasche Einspielen von Updates, sonst drohen schwerwiegende Sicherheitslücken, das wird den Nutzern der digitalen Geräte seit Jahren eingebläut. Für eines der Updates, die Microsoft in der vergangenen Woche während des monatlichen Patchdays veröffentlichte, gilt die Up-to-date-Regel jedoch nicht. Zahlreiche Nutzer berichten nach der Installation des Updates mit der Bezeichnung MS14-045 von schwerwiegenden Problemen, die bis zum bekannten Bluescreen und somit zum Absturz des Systems reichten. Betroffen davon sind sämtliche aktuellen Windows-Versionen wie Vista, 7, 8 und 8.1, das Problem soll besonders bei den 64-bit-Versionen von Windows 7 und 8.1 auftreten.

Statt eine Lücke zu schließen, wurde offenbar erst eine aufgerissen. Die Installation des Updates könne zu einer Offenlegung von Informationen führen oder eine unautorisierte Erhöhung von Nutzerrechten ermöglichen, warnt das Unternehmen und empfiehlt den Nutzern, diese Aktualisierung besser ganz zu entfernen. Dazu werden die Updates KB2982791, KB2970228, KB2975719 und KB2975331 über die Systemsteuerung („Programme und Funktionen“) gelöscht.

Microsoft arbeitet an einem Fix zum Update

Microsoft arbeitet inzwischen an einem Update des Updates. Für alle Nutzer, bei denen die Deinstallation des Problem-Updates nicht funktioniert, hat Microsoft zudem eine Hilfedatei mit entsprechenden Tipps ins Internet gestellt.

Das Thema Update wird die Nutzer auch bei der nächsten Windows-Version beschäftigen. Diese kommt offenbar schneller als gedacht. Möglicherweise wird es eine Beta-Version von Windows 9 – dass das Betriebssystem, das derzeit den Arbeitstitel Treshold trägt, so heißen wird, liegt nahe, wurde aber noch nicht bestätigt – bereits Ende September/Anfang Oktober geben.

Eine Beta zu Windows 9 soll schon in Kürze kommen

Medienberichten zufolge will sich Microsoft dabei das Recht einräumen lassen, automatisch Updates einzuspielen. Nach dem aktuellen Ärger mit dem Chaos-Update sollte Microsoft wohl besser auch gleich die Berechtigung zum automatischen Löschen von Aktualisierungen einholen. Kurt Sagatz

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