Bundesliga : Streit um TV-Rechte spitzt sich zu

Der Pay-TV Sender Sky hat drei Millionen Abonnenten. Ein gutes Zeichen? Nächste Woche verkündet die DFL Details zur neuen Ausschreibung der Medien-Rechte an der Fußball-Bundesliga.

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Der Vorstandsvorsitzende von Sky Brian Sullivan.
Der Vorstandsvorsitzende von Sky Brian Sullivan.Foto: dpa

Zu einem günstigeren Zeitpunkt hätten diese Unternehmenszahlen kaum fallen können: Sky Deutschland hat 2011 erstmals die Marke von drei Millionen Abonnenten geknackt und peilt nun für 2013 den lange erhofften Sprung in die operativ schwarzen Zahlen an. „Wir haben im Jahr 2011 eine Reihe von wichtigen Meilensteinen erreicht, die unser Unternehmen in eine profitable Zukunft führen werden“, teilte Brian Sullivan, Chef des Pay-TV-Senders, am Donnerstag in München mit – mitten im Streit um die Fernsehrechte an der Fußballbundesliga, der in diesen Tagen in die entscheidende Phase geht und dessen Ausgang für Sky, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz unwichtig ist.

Sky besitzt bis 2013 die Pay-TV-Rechte an der Liga und möchte sie auch darüber hinaus haben, selbst wenn sich der Konzern diesbezüglich mit Worten zurückhält. Bei aller Filmware – Fußball-Content ist essenziell für den Bezahlsender, und in dieser Hinsicht scheint Sky im aktuellen Bieterverfahren der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mit der Deutschen Telekom ein Rivale erwachsen zu sein. Es verdichten sich die Zeichen, dass die Telekom starkes Interesse an Liga-Rechten hat, möglicherweise im Bereich Satelliten-TV sowie im – mit der Sendung „Liga Total!“ eingeführten – Bereich Internetfernsehen (IP-TV). Und das alles in Union mit dem Münchner Medienunternehmen KF 15, der Firma des verstorbenen Medien-Tycoons Leo Kirch.

Schön für die DFL, Konkurrenz belebt das Geschäft. Um gegen ein Angebot der Telekom/KF15 mithalten zu können, dürften für Sky die bisherigen Jahresrechtekosten bei Liga-Pay-TV von 225 Millionen Euro steigen. Das defizitäre Sorgenkind im Medienimperium von Rupert Murdoch kann zumindest schon mal auf eine satte Abonnentenzahl verweisen. Eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 300 Millionen Euro ist abgesichert. Am kommenden Donnerstag will die DFL Details der mit Spannung erwarteten Rechte-Ausschreibung bekannt geben.

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