Bundesliga-TV-Rechte : Anne Will – ihr Platz ist 2009 sicher

Herres: Talkshow muss nicht für Fußball weichen.

Joachim Huber

Der Sendeplatz der politischen Talkshow „Anne Will“ am Sonntag um 21 Uhr 45 im Ersten ist durch den Erwerb der Bundesliga-TV-Rechte durch die ARD von der Saison 2009/2010 nicht gefährdet. ARD-Programmdirektor Volker Herres hat dies jetzt dem Tagesspiegel bestätigt. „Wir werden die Rechte für die Zusammenfassung der Sonntagsspiele in der Fußball-Bundesliga in den Dritten Programmen und in den ,Tagesthemen’ nutzen“, sagte Herres.

In den Verhandlungen mit dem Rechteinhaber, der Deutschen Fußball-Liga (DFL), sei erreicht worden, dass die ARD ab 21 Uhr 45 und nicht erst ab 22 Uhr berichten könne. 21 Uhr 45 ist laut Herres der „klassische Umschaltzeitpunkt“, da um diese Zeit der „Tatort“ im Ersten und der Sonntagsfilm im Zweiten zu Ende seien. Die ARD-Programmdirektion geht davon aus, dass die Sportsendungen in den Dritten Programmen am Sonntag auf 21 Uhr 45 rücken, um damit die ersten Bilder der Sonntagspartien im Free-TV gewinnbringend und quotentreibend nutzen zu können. Klar ist damit: Die Aktion „Kill Will“ fällt 2009, einem Wahljahr sondergleichen mit Landtagswahlen, der Europawahl, der Wahl zum Bundespräsidenten und als Höhepunkt dann die Bundestagswahl Ende September, aus.

Am Freitag waren die Fernsehübertragungsrechte der Fußball-Bundesliga von der DFL für die Spielzeiten 2009 bis 2013 vergeben worden. Neben der ARD erhielten auch ZDF, DSF und der Bezahlsender Premiere den Zuschlag.

Volker Herres betonte, dass die „Sportschau“ am Samstag ab 18 Uhr 30 vom neuen Samstagsspiel ab 18 Uhr 30 beim Abo-Sender Premiere nicht sonderlich beeinträchtigt werde. Nach seinem Blick auf den Liga-Spielplan werde es an 34 Spieltagen nur 23 Begegnungen am Samstag um 18 Uhr 30 geben können, „und dabei höchstens drei Partien mit dem FC Bayern München“. Der Verlust einer Begegnung für die „Sportschau“ ab der Saison 2009/2010 werde die Sendung mit längeren Zusammenfassungen kompensieren. Minimum sind sechs Minuten, Maximum 15 Minuten.Joachim Huber

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