Medien : Bundesliga

-

Die ARD verhandelt mit dem Rechteinhaber Infront AG über die Rechte für die FußballBundesliga. Seit 1992 fasst Sat 1 als erster Free-TV-Sender mit „ran“ jeden Spieltag zusammen – „alle Spiele, alle Tore“ live gibt es nur beim Pay-TV Premiere. Der Geschäftsführer der Infront AG, der frühere Nationalspieler Günter Netzer, rechnet fest mit dem Wechsel von Sat 1 zur ARD, nachdem sich der Privatsender die Übertragungsrechte an der Champions League gesichert hat: „Es ist jetzt offensichtlich, dass es nur noch einen Bieter für die Bundesliga gibt. Wir führen seriöse Gespräche mit der ARD.“ Der Senderverbund will für die darbende „Sportschau“ die Rechte einholen, keine Frage, aber den von Sat 1 zuletzt überwiesenen Betrag – 80 Millionen Euro pro Saison – nicht bezahlen. Schon wird ein Zusammenhang zwischen dem Rechteerwerb und der nächsten Gebührenerhöhung gesehen, schon macht das böse Wort von der „Fußballsteuer“ die Runde. Nicht ausgeschlossen ist, dass nicht die ARD allein „alle Spiele, alle Tore“ präsentieren würde, sondern gemeinsam mit dem ZDF. Immerhin hat das Zweite sich bereits Zweitrechte für die nächste Saison gesichert, damit „Das aktuelle Sport-Studio“ nicht zur bundesligafreien Zone verkommt. Ein Modell geht so: Am Samstag berichtet die ARD-„Sportschau“ als Erste über die Liga, am Sonntag die „Sport-Reportage“ des ZDF. jbh

0 Kommentare

Neuester Kommentar