Medien : Burda-Medienpreis: War einmal ein "Bambi" ...

Joachim Huber

Nicht, dass wir es Klaus Zumwinkel nicht gönnen. Der Boss der Deutschen Post AG hat gestern ein "Bambi" bekommen. Unserer Erinnerung nach ist die Auszeichnung aus dem Verlagshaus Burda ein Medienpreis. Selbst bei größter Begriffsausdehnung, was alles eine Medienleistung sein kann, wären wir auf Zumwinkel nie gekommen. Auch die offiziell mitgeteilte Begründung für diesen "Bambi", der Manager habe die Post erfolgreich saniert, trägt zur Erklärung wenig bei. Wir müssen schon selber draufkommen.

Erste Annahme: Klaus Zumwinkel ist "Bambi"-tauglich, weil seine Postler die Burda-Medien von "Bunte" bis "Focus" millionenfach zu den Kunden schleppen.

Zweite Annahme: Walter Sparbier, braver Postbote beim "Großen Preis", machte Fernsehgeschichte und wurde nie mit einem Rehkitz belohnt. Das wird bei Zumwinkel wieder gutgemacht.

Dritte Annahme: "Bambi" soll der "Goldenen Kamera" des Springer Verlages das Wasser abgraben; deswegen werden quer durch die Republik und die Rubriken "Bambis" gestreut, auf dass die Feierbühne der Konkurrenz wie eine Resterampe aussieht.

Und wenn alle diese Annahmen nichts taugen, dann liegt bei Klaus Zumwinkel schlicht eine Verwechslung vor, und gemeint war Christoph Gottschalk. Schließlich haben er und Bruder Thomas für die "Aktie Gelb" ins Werbehorn geblasen - und das Unternehmen mit saniert. Dafür ein "Bambi" an Christoph und eine "Goldene Kamera" für Thomas. Und als Trostpreis eine Aktie in "Bambi"-Gold für Zumwinkel.

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