Bye bye Köln : Die letzte "Capital" aus Köln

G+J Wirtschaftspresse: Der Umzug soll bald abgeschlossen sein, aber nur 18 von 70 Mitarbeiter gehen mit.

Sonja Pohlmann

Die Stimmung war gedrückt, als am Freitag die letzte Ausgabe von „Capital“ in der Kölner Redaktion produziert wurde. Die letzte Ausgabe von „Impulse“ aus der Rheinstadt war da bereits im Druck. Jetzt stehen in vielen Büros gepackte Umzugskisten, doch nach Hamburg, Berlin oder Frankfurt werden nur 18 der knapp 70 Mitarbeiter gehen, sagte Uwe Berghausen, Betriebsrat in Köln. Trotzdem müssen auch die verbleibenden Mitarbeiter ihre Büros räumen. Sie sind ab dem ersten April freigestellt.

Seit dem ersten März hat der Verlag in Hamburg seine Wirtschaftsmedien in einer Zentralredaktion vereint, „Capital“ und „Impulse“ aus Köln, „Börse Online“ aus München und die bereits in Hamburg sitzende „Financial Times Deutschland“ sind jetzt hier unter dem Titel G+J Wirtschaftsmedien zusammengefasst, Büros in Berlin und Frankfurt bleiben bestehen. Der Verlag will durch die Zentralisierung Kosten sparen – doch G+J geht selbst nicht davon aus, dass die Wirtschaftsmedien angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer drohenden Rezession 2009 in den nächsten Jahren profitabel sein werden. 15,3 Millionen Euro kostet die Zentralisierung insgesamt, 7,5 Millionen Euro sollen dadurch jährlich eingespart werden, bestätigte Joachim Haack, Sprecher der G+J-Wirtschaftsmedien. 

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