Charmeoffensive : News-Initiative von Google zieht weitere Medien an

Googles Charmeoffensive kommt gut an bei deutschen Verlegern: Bei der "Digital News Iniative", für die das Unternehmen in Europa 150 Millionen Euro ausgelobt hat, interessieren sich neben den Gründungsmitgliedern noch sieben weitere Verlage und Netzwerke.

Lange war die Marktmacht von Google vielen Verlegern nicht geheuer.
Lange war die Marktmacht von Google vielen Verlegern nicht geheuer.Foto: dpa

An der News-Initative von Google und acht europäischen Verlagshäusern wollen sich auch etliche weitere Medienhäuser und Organisationen beteiligen. Aus Deutschland wollen nun neben den beiden Gründungsmitgliedern „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Die Zeit“ sieben weitere Verlage und Netzwerke bei der „Digital News Iniative“ (DNI) mitmachen und von den ausgelobten 150 Millionen Euro profitieren.

Nach Angaben von Google sind „Der Spiegel“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Der Tagesspiegel“, die Bauer Media Group, die „Neue Osnabrücker Zeitung“, Golem.de sowie das Netzwerk Medientrainer der DNI beigetreten. In der Schweiz beteiligt sich die „Neue Zürcher Zeitung“ an der Initiative. Auch in Italien, Polen, Spanien und anderen europäischen Ländern sei die Initiative weiter gewachsen.

Google hatte am Dienstag die Initiative angekündigt, mit der ein nachhaltigeres Ökosystem für Nachrichten und Innovationen im digitalen Journalismus gefördert werden sollten. Beobachter sehen darin einen Versuch des US-Konzerns, sein angespanntes Verhältnis zu den Verlagen in Europa zu verbessern.

In mehreren europäischen Ländern gibt es Streit um die Frage, ob Google den Verlegern Geld bezahlen muss, wenn kleine Fragmente ihrer Artikel in der Nachrichten-Suchmaschine Google News und bei der allgemeinen Google-Suche anzeigt werden. Ein ähnliches Programm zur Finanzierung von Innovation im Journalismus hatte Google bereits in Frankreich aufgelegt. Dort hatte der US-Konzern 60 Millionen Euro bereitgestellt.

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