Comedy : „heute-show“ bald wöchentlich?

Spekulationen um das erfolgreiche ZDF-Format mit Oliver Welke

Joachim Huber

Die Premiere am 27. Mai im ZDF hat gefallen. Oliver Welke konnte mit der „heute-show“ beim Publikum und bei der Kritik punkten. Am kommenden Dienstag gehen Welke und seine Mannschaft in die zweite Runde. Das Format, das aktuelle Fernsehbilder aus Politik und Nachrichten satirisch verarbeitet, kommt wieder um 23 Uhr, im Anschluss an „Neues aus der Anstalt“.

Sollte die „heute-show“ ihr Niveau und ihre Attraktivität halten, dann könnten im ZDF umlaufende Überlegungen umgesetzt werden – die „heute-show“ nicht mehr nur monatlich, sondern wöchentlich im zweiten Programm. Wie immer werden solche Entscheidungsprozesse in der Mainzer Anstalt etwas länger dauern, zumal die Zeit nicht unbedingt drängt. Oliver Welke hat einen Vertrag über zehn Sendungen, sprich bis April 2010. Dazu kommt, dass die „heute-show“, nicht zuletzt wegen der umfangreichen Materialrecherchen, eine aufwendige Produktion ist. Würde die „heute-show“ zur Wochenveranstaltung, dann wäre sie auch nicht länger an „Neues aus der Anstalt“ gekoppelt. In diesem Falle spräche viel für eine „heute-show“ am Freitag, quasi als „Abräumer“ der Woche. Freitag wäre auch für Welke passend, weil sich dann die Fernsehwege des Fußballexperten Welke (Sat 1) und des Politainers Welke (ZDF) nicht kreuzen würden.

Die Entscheidung zur Wochenshow könnte auch befördern, dass Harald Schmidt mit „Harald Schmidt“ am 17. September im Ersten auf Sendung geht. Zum Konzept sagte Schmidt: „Wie Welke, aber mit einem Gast und Musik und mehr Grün drin.“ Das kann Welke freuen, muss über die tatsächliche Schmidt-Sendung nichts heißen. Die „heute-show“ ist eine durchgeschriebene, sehr kleinteilige Produktion. Für Improvisationen und Extempores, zu denen Schmidt in seinen besten Momenten neigt, ist kein Platz.

Für zahlreiche Zuschauer wäre das eine gewinnbringende Perspektive: Oliver Welke im Zweiten, Harald Schmidt im Ersten – und beide zusammen in einer Fernsehwoche. Joachim Huber

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