Comics : „Fix & Foxi“ offenbar doch fix und fertig

Die Kinderzeitschrift "Fix & Foxi" wird eingestellt. Warum schon wieder ein Versuch gescheitert ist, das Magazin wiederzubeleben.

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Die Nachricht kam offenbar auch für manche Mitarbeiter überraschend: Seit Wochenbeginn kursiert die Information, dass die Kindercomiczeitschrift „Fix & Foxi“ eingestellt wird – was der Verlag New Ground Publishing am Mittwoch auf Anfrage offiziell bestätigte. Auf der Website des Magazins ist davon jedoch noch nichts zu sehen: Dort wird weiter um Abonnenten für das Monatsmagazin geworben, darüber prangt der Titel der aktuellen Ausgabe mit Weihnachtsmotiv.

Das Heft wird wohl bis auf Weiteres der letzte Versuch bleiben, das bereits mehrfach eingestellte und unter neuer Regie wiederbelebte Magazin auf dem Markt der Kinderzeitschriften zu etablieren. Erst im vergangenen Oktober hatte der Berliner Verlag New Ground Publishing den Titel neu herausgebracht. Neben dem gedruckten Magazin mit Comics und redaktionellen Beiträgen zu Umwelt- oder Jugendkulturthemen setzten die neuen Verleger, die auch die Internetplattform www.comicstars.de betreiben, auf elektronische Verbreitung. Offenbar eine Fehlkalkulation: Das Projekt war „nicht rentabel genug“, sagt ein Verlagssprecher, „Fix & Foxi“ werde als Teil einer Umstrukturierung eingestellt. Die Seite www.comicstars.de, wo unter anderem Nachwuchszeichner ihre Werke publizieren können, soll verkauft werden.

Die Comicfüchse Fix und Foxi waren Anfang der 1950er Jahre von Rolf Kauka als Reaktion auf US-Importcomics wie Micky Maus geschaffen worden. In seinen besten Jahren hatte „Fix & Foxi“ eine Auflage um 400 000 Exemplare – fast so viel wie der große Rivale „Micky Maus Magazin“. Angesichts der wachsenden Konkurrenz der elektronischen Medien sanken die Zahlen jedoch rapide: Laut Verlag wurden vom letzten „Fix & Foxi“-Heft 60 000 Exemplare gedruckt. Die einzige deutsche Kindercomiczeitschrift mit stabilen Auflagen kommt übrigens aus Berlin-Westend: Das „Mosaik“-Magazin, der gesamtdeutsch erfolgreiche Nachfolger der einstigen DDR-Zeitschrift, verkauft kontinuierlich um die 80 000 Exemplare pro Monat. Lars von Törne

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