Confed Cup im Fernsehen : Keine Experimente beim ZDF

Für Jogi Löw geht der Versuch mit dem Perspektivteam beim ersten Spiel der Deutschen Mannschaft auf. Das ZDF ist beim Confed Cup nicht auf allen Positionen so experimentierfreudig.

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Keine Experimente: Das ZDF setzt beim ersten Spiel der deutschen Confed-Cup-Mannschaft gegen Austalien Béla Réthy als Kommentator ein.
Keine Experimente: Das ZDF setzt beim ersten Spiel der deutschen Confed-Cup-Mannschaft gegen Austalien Béla Réthy als Kommentator...Foto: ZDF

Das erste Mal, das hörte man am Montag im Zusammenhang mit dem Confed Cup im russischen Sotchi öfters. Das Spiel gegen Australien – eine erste Bewährungsprobe für das „Perspektivteam“ von Jogi Löw. Der erste Videobeweis – obwohl schon einen Tag alt – war Thema für die Experten im ZDF-Studio. Die ersten Quoten mit unter drei Millionen Zuschauern, sie waren eher mau. Und den ersten Ärger wegen einer Experten-Äußerung, über den konnte am Montag auch schon in den Zeitungen berichtet werden, nachdem Mehmet Scholl auf Kosten von Ronaldo ein derben Spruch über Steuersünder im Knast gemacht hatte.
Nicht zum ersten Mal, aber eben auch noch nicht seit ewigen Zeiten dabei: Sebastian Kehl, seit der EM 2016 im Expertenkader des ZDF. Taktikexperte Holger Stanislawski analysiert schon ein Jahr länger die Spielzüge. Jochen Breyer, Moderator des „Aktuellen Sportstudios“, führt die Zuschauer bereits seit fünf Jahren durch Champions-League-Spiele. Nicht zum ersten Mal: Sport-Berichte aus einem politisch hochkomplizierten Land. Auch das gehört dazu, auch darüber wird gesprochen, über unterdrückte Demonstrationen gegen Korruption und die dadurch gedämpfte Cup-Stimmung. So muss das sein, auch jetzt schon, beim TV-Probelauf zur WM 2018.
Béla Réthy kommentiert übrigens seit der EM 1996 beim ZDF große Fußball-Wettbewerbe. Die temporäre Lebensabschnittsgemeinschaft, wie er das Perspektivteam von Löw in Sotchi nennt, bei ihm und dem ZDF hält sie schon seit über zwanzig Jahren. Während also der Mainzer Sender im Studio durchaus noch mit einer relativ jungen Mannschaft – gemessen an TV-Jahren – experimentiert, wird vor dem Mikrofon auf bewährte, wenn auch nicht immer unumstrittene Qualitäten gesetzt. Bei der streckenweise leicht konfusen Begegnung am Montagnachmittag gegen Australien behielt Réthy jedenfalls den Überblick. Kurt Sagatz

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