Medien : Daily Soaps: Die Serien nähern sich dem Sommerloch

Joachim Huber

Es liegt nicht an der einzelnen Daily Soap, es muss an Wetter und Jahreszeit liegen. Die Quoten des Jugend-Fernsehens von ARD und RTL sind im Mai quer durch die Bank auf einen Tiefststand gerutscht. Wenn draußen die Vögel zwitschern und drinnen die Hormone verrückt spielen, dann geht selbst der Hardcore-Fan an die frische Luft. Denn die Soaps sind Hardcore-Fernsehen, Fernsehen für Fans, wer sich für die eine Soap entschieden hat, schaut kaum noch eine zweite, obwohl von 17 Uhr 30 ("Unter uns") bis 19 Uhr 40 ("Gute Zeiten, schlechte Zeiten") eine durchgängige Soap-Strecke zu schaffen wäre. Grafik: Reichweite in Millionen Zuschauer Schwer zu sagen, ob der Tagesablauf oder der besondere "Look" Schuld trägt, aber das RTL-Produkt "Unter uns" zieht am wenigsten, die ARD-Soaps rangeln um Platz zwei, an der Spitze triumphiert "GZSZ". Die RTL-Mutter aller Soaps schlägt nicht nur bei der Millionen-Reichweite, sondern auch beim Marktanteil in der geheiligten Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen die Konkurrenz aus dem Feld. Warum die eine Soap und nicht die andere, warum überhaupt wird mittelmäßiges bis schlechtes Fernsehen mit befriedigenden bis guten Quoten belohnt? Erinnern wir uns an den Affen, der da sagte: "Alles Geschmackssache" - und in die Seife biss.

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