Medien : Das Klima bekommt ein Magazin

Hamburger Journalisten haben sich mit Wissenschaftlern für die erste Publikumszeitschrift zusammengetan, die sich ausschließlich mit dem Klimawandel befasst. Das alle zwei Monate erscheinende „Klima Magazin“ hat eine Startauflage von knapp 100 000 Stück, Kioskpremiere ist am Montag. Die Titelgeschichte behandelt die Rolle des künftigen US-Präsidenten Barack Obama als Hoffnungsträger für den Kampf gegen den Klimawandel. Die Redaktion um Herausgeber Uwe Dulias und Chefredakteurin Christel Vollmer ruft dazu auf, einen offenen Brief am Obama zu unterschreiben, der ihn zu einer weitreichenden Klimaschutzpolitik ermutigen soll. Zum Beirat des Magazins, das von der neu gegründeten IOCCC Media GmbH herausgegeben wird, gehören neben anderen die Klimaforscher Olav Hohmeyer und Hartmut Graßl sowie der frühere „Bild“-Chefredakteur Udo Röbel. Dulias betonte, das Unternehmen werde ausschließlich mit privatem Geld finanziert. „In Zeiten der Finanzkrise keine leichte Aufgabe. Aber mit der Finanzkrise ist ja nicht die Klimakrise verschwunden.“

In der ersten, 146 Seiten umfassenden Ausgabe setzt sich Chefredakteurin Vollmer auch kritisch mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore auseinander, der im Privatjet um die Welt reise und sein Klimaengagement mit Vorträgen zu einem lukrativen Geschäft ausgebaut habe. Weitere Themen sind Offshore Windenergie, klimafreundliches Reisen und Wärmedämmung. Ergänzt wird die Zeitschrift durch den Internetauftritt www.klima-magazin.de. dpa/Tsp

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