Medien : Das PC-Geschäft flaut weiter ab Viele Verbraucher steigen auf Tablets um

In den Schwellenländern brummt der PC-Markt, doch in Europa und den USA mussten die Computerbauer in den vergangenen Monaten Einbußen hinnehmen. Viele Verbraucher behalten ihre alten Rechner und legen sich stattdessen ein Smartphone oder einen Tablet-Computer zu.

Im zweiten Quartal 2011 stiegen die PC-Auslieferungen nach vorläufigen Zahlen der beiden Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC nur noch um 2,3 beziehungsweise 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rund 85 Millionen PCs wurden verkauft. In den vergangenen Jahren gab es häufig noch zweistellige Zuwachsraten.

In den Industriestaaten bremsen die immer beliebteren Tablet-Computer und Smartphones den PC-Markt aus. „Die Verbraucher nutzen die mobilen Geräte als Ergänzung zum PC“, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal. Deswegen behielten sie ihren Rechner länger zu Hause als in früheren Jahren. Angesichts dieser Zurückhaltung hätten sich die Händler beim Ordern zurückgehalten, um ihre Verkaufsflächen für die wachsende Zahl der neuen Geräte freizuhalten.

In einigen Regionen macht sich auch die schwierige wirtschaftliche Lage bemerkbar. Vor allem die Südeuropäer hätten sich zurückgehalten, erklärte Gartner. Griechenland, Portugal, Spanien und Italien kämpfen mit ihren Staatsschulden. Viele Bürger sind verunsichert und scheinen sich mit Anschaffungen zurückzuhalten. Eine baldige Besserung sei nicht in Sicht. Lichtblicke in Europa seien einzig Frankreich und Deutschland.

Der Absatz in den USA schrumpfte um 5,6 Prozent, in der Region Europa, Naher Osten und Afrika lag das Minus bei 4,8 Prozent. In den Schwellenländern steigerten die Hersteller ihre Auslieferungen dagegen deutlich. Gartner verzeichnete ein Plus von 9,6 Prozent in der Region Asien/Pazifik und einen Zuwachs von 15 Prozent in Lateinamerika.

Weltgrößter PC-Hersteller ist weiterhin Hewlett-Packard mit einem Marktanteil von 17,5 Prozent. Es folgen Dell (12,5 Prozent), der chinesische Hersteller Lenovo (12,0 Prozent) und Acer (10,9 Prozent). dpa/Tsp

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