Medien : Das Siebener-Gremium

RBB-Rundfunkrat benennt Mitglieder der Wahlkommission zur Intendantenwahl.

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Foto: RBB/ Kristina Jentzsch

Der 21. Juni – ein wichtiges Datum für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). An diesem Tag wird der oder die neue Intendantin der Zwei-Länder-Anstalt vom Rundfunkrat gewählt. Sicher ist bislang nur, dass Dagmar Reim, die seit 2003 im Amt ist, erneut kandidiert. Sicher ist, dass sich sieben externe Kandidaten nach einer öffentlichen Ausschreibung für die neue RBB-Intendanz beworben haben. Weiterhin weiß keiner, wer das ist. Sicher ist seit Donnerstag, seit der 66. Sitzung des RBB-Rundfunkrates in Potsdam-Babelsberg, nur, wie die siebenköpfige Wahlkommission zusammengesetzt ist, die dem Rundfunkrat einen Wahlvorschlag zu unterbreiten hat.

In einer nicht-öffentlichen Wahl wurden vier Mitglieder des Rundfunkrates in die Kommission gewählt: Klaus Böger vom Landessportbund Berlin und Brandenburg, Andreas Kaczynski von den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege, Martin Rennert von der Landesrektorenkonferenz Berlin-Brandenburg sowie Tuvia Schlesinger von den Jüdischen Gemeinden. Schon vorher standen der Rundfunkratsvorsitzende Hans Helmut Prinzler (entsandt von der Akademie der Künste), die Vorsitzende des Programmausschusses Pröbstin Friederike von Kirchbach (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg) und der Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses Klaus-Dieter Teufel (Vereinigung der Unternehmerverbände) als als Mitglieder der Wahlkommission fest.

In den nicht-öffentlichen Teil der Rundfunkratssitzung geschoben wurde auch die Diskussion um die Erweiterung des regionalen Informationsangebots des RBB im Internet. Bis zum 15. Juni haben im Rahmen des damit eröffneten so genannten Drei-Stufen-Tests Dritte die Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen dienen der kritischen Meinungsbildung des Rundfunkrates, der sich darüber hinaus auch auf ein unabhängig erarbeitetes marktliches Gutachten stützen wird.

ARD und ZDF sind verpflichtet, neue und veränderte Telemedienangebote – zum Beispiel die Online-Mediatheken von RBB oder ARD – einem Drei-Stufen-Test zu unterziehen. Die zuständigen Gremien prüfen dabei, inwieweit die Angebote den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen, in welchem Umfang die Angebote in qualitativer Hinsicht zum publizistischen Wettbewerb beitragen und welcher finanzielle Aufwand für die Angebote erforderlich ist. Der RBB möchte die multimediale Darstellung der regionalen Themen auf www.rbb-online.de neu gestalten. Markus Ehrenberg

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