Medien : Das TV-ERLEBNIS 2004

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Was unsere Juroren im vergangenen Jahr am meisten begeisterte:

JOACHIM HUBER

Durch Berlin gefahren und dann spät nachts die Kassette „Hotte im Paradies“ angeschaut. Der Film mit seinem Luden und den Huren erzählt das Berlin, was am Autofenster vorbeigeflogen ist.

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THILO WYDRA

Eigentlich die Tatsache, dass es Samstagabend im ZDF noch mit die besten Fernsehfilme gibt (Bella Block, Kommissarin Lucas, Unter Verdacht).

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ULRIKE SIMON

Jede Folge von „Genial daneben“, sei es am frühen Freitagabend oder am späten Samstagabend, garantiert, dass ich laut lachend vor dem Fernseher hocke. Dafür verschiebe ich sogar Verabredungen oder beeile mich, nach Hause zu kommen. Und das will was heißen!

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THOMAS ECKERT

Wie Mary Donaldson vor aller Welt ihren Prinzen Henrik küsst.

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MATTHIAS KALLE

Samstagabend, im ZDF moderiert Gottschalk irgendeinen Quatsch weg. Zapp. Auf der ARD läuft irgendeine Volksmusiksendung und plötzlich tritt er auf. Er. Florian Silbereisen. Und der Bildschrim gehört ihm ganz alleine. Ohne es zu wollen, wusste ich, dass Silbereisen das größte Talent ist, dass es im deutschen Fernsehen derzeit gibt. Er kann alles: moderieren, tanzen, schauspielern, singen. Er macht es nur in den falschen Sendungen. Gebt ihm „Verstehen Sie Spaß?“ – das wäre mein schönstes Fernseherlebnis 2005.

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MARKUS EHRENBERG

Six Feet Under.

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KURT SAGATZ

In diesem Jahr habe ich gelernt, wie ich TV-Filme mit dem Computer aufnehmen kann, um dann die Werbung restlos zu eliminieren. Theoretisch könnte man auch das Senderlogo entfernen. Darauf verzichte ich aber. So weiß ich auch noch im nächsten Jahr, wem ich die drei Teile des Paten oder Dr. Schiwago verdanke.

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BARBARA NOLTE

England–Portugal bei der EM. Wer kommentierte, habe ich vergessen. Auch, wer die Experten waren. Ist auch egal. In dem Jahr, in dem das Fernsehen mit seinen ganzen Formaterfindungen scheiterte, bewies dieses Spiel, dass nichts besser ist als ein starkes Ereignis. Man braucht dann einfach nur eine Kamera draufzuhalten.

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THOMAS GEHRINGER

Schön sind die Überraschungen: kraftvolle Erstlingswerke wie „Karamauk“ von Sülbiye V. Günar, gewitzte Fernsehspiele wie „Goethe light“ von Thomas Frickel und dokumentarische Juwelen wie „Die Neunte“ von Pierre-Henry Salfati.

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HARARLD MARTENSTEIN

„Was bin ich?“ ist so spannend wie eine Fußmassage.

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BARBARA SICHTERMANN

Anke Engelke in ihrer Late Night.

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KERSTIN DECKER

Der ZDF-Doku-Kanal.

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