Medien : Das ZDF hat nur noch ein Ziel: Qualitätsfernsehen

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Das ZDF hat sich zum „Qualitätsfernsehen“ mit einem Beitrag zur gesellschaftlichen Integration verpflichtet. In den am Montag veröffentlichten Leitlinien der bis zum Jahr 2006 geltenden Erklärung bekennt sich das öffentlichrechtliche ZDF außerdem zur Information als der stärksten Säule des Programms. Im Verbund mit den Sendern Arte und 3sat soll die Kulturberichterstattung ausgebaut werden. Bei der Unterhaltung setzt der Sender verstärkt auf „Themenshows“ wie zum Beispiel zur Geschichte der Popmusik. Laut Erklärung will das ZDF seine Akzeptanz bei den 14- bis 59-Jährigen weiter verbessern und insbesondere mehr jüngere Zuschauer an sich binden. Zu der Selbstverpflichtungserklärung, die am 1. Oktober in Kraft tritt, waren ARD und ZDF im neuen Rundfunkstaatsvertrag aufgefordert worden. Die Medienpolitiker erhoffen sich dadurch mehr Transparenz.

Bei der finanziellen Kooperation mit Partnern will das ZDF künftig diese im Abspann des Programms erwähnen. Insgesamt sollen die Kooperationen und Gewinnspiele im Online-Dienst weiter reduziert werden, heißt es in den Grundsätzen weiter, mit denen das ZDF auch auf Kritik an der Kommerzialisierung seines Programms reagiert. Bei den Online-Nachrichten werde Ende des Jahres die Zusammenarbeit mit dem Privatanbieter T-Online eingestellt.

ZDF-Intendant Markus Schächter sagte, dass der Sender den Informationsbereich bei Magazinen und im Wissensbereich weiter stärken und die Unterhaltung eher reduzieren werde. Chefredakteur Nikolaus Brender räumte ein, es sei sehr schwierig, junge Menschen für Hintergrundberichterstattung zu interessieren. Das ZDF werde „Thementage“ zu speziellen Schwerpunkten anbieten. dpa/Tsp

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