Medien : Das ZDF verteilt Ministerposten per Magnettafel

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Die gute alte Magnettafel – es gibt sie noch! Das ZDF hat sie aus der Rumpelkammer des deutschen Fernsehens herausgeholt. Und InnenpolitikChefin Bettina Schausten plus Peter Frey, Leiter des Hauptstadtstudios, können damit virtuos umgehen. Die Ministerposten im rotschwarzen Kabinett waren auf der Tafel im ZDF-Studio bereits fixiert, ehe es an die Verteilung ging. Schausten hatte einen ganzen Haufen von vergrößerten Panini-Bildchen parat, Frey gab die Kommandos. Bei den SPD-Frauen ging es sehr flott: Ulla Schmidt wieder Gesundheitsministerin, Wieczorek-Zeul kümmert sich weiter um Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, allerdings drohte ihr Magnetbild mehrfach aus dem Kabinett zu stürzen. eine Wackelkandidatin?

Zur Union: Merkel und Stoiber gesetzt, dann kamen von der Leyen und Schavan ins Spiel. Schausten und Frey waren im Verteilungsrausch. Plötzlich die Sensation: Es gibt noch offene Fragen im Kabinett, speziell bei der CDU und der CSU. Peng, peng, peng, und raufgeklatscht die Fragezeichen. Alles ein bisschen schief und wackelig, aber eingängig.

Das mit der Schautafel ist eine gute Idee. Es kommt schnell Ordnung ins unübersichtliche Geschacher. Man darf annehmen, dass ähnliche Tafeln in den Parteizentralen hängen. Wahrscheinlich funktioniert Politik genau so: als Frage von Magnetismus und Haftung.jbh

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