Der Ball ist ECKIG : Diese Frau ist kein Höhepunkt

Matthias Kalle über Katrin Müller-Hohenstein, die Fußball-Moderatorin des ZDF.

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Tunnelblick im Kreuzverhör. Fernseh-Newcomer Dennis Wiese hat Oliver Kahn (r.) beim Casting in Berlin gleich mal geduzt. Vier Wochen werden sie zusammen mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein zum Team des ZDF bei der Fußball-WM in Südafrika gehören. Foto: ZDF
Tunnelblick im Kreuzverhör. Fernseh-Newcomer Dennis Wiese hat Oliver Kahn (r.) beim Casting in Berlin gleich mal geduzt. Vier...Foto: Jürgen Detmers

Werbung für guten Fußball war auch das Spiel der Holländer gegen Uruguay nur bedingt, daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass im ZDF am Dienstagabend Katrin Müller-Hohenstein moderierte. Die allerdings wird gerade mit dem Satz zitiert: „Es war nie meine Absicht zu werben.“ Ach so.

Man kann nicht gerade sagen, dass das die WM der Katrin Müller-Hohenstein ist. Gleich zu Anfang, beim ersten Spiel der deutschen Elf gegen Australien, brachte sie die Formulierung „innerer Reichsparteitag“ unter – was mit Sicherheit wenig über die politische Gesinnung der Fernsehfrau aussagt, mit Sicherheit aber viel über ihren uninspirierten Umgang mit der deutschen Sprache. Weiß Müller-Hohenstein nicht, was sie sagt? Oder weiß sie nicht, was sie tut? Für den Internetauftritt einer Molkerei unterstützte sie bis vor kurzem mit ihrer „journalistischen Kompetenz“ einen „Qualitätsbeirat“, sie selbst ließ sich so zitieren, dass sie „Qualitätstester mit meinem journalistischen Wissen und meiner natürlichen Neugier“ unterstütze. Die Neugier der WM-Kolumnisten treibt uns schnell zu der Frage, was so eine Unterstützung kostet – dann hätten wir noch mehr journalistisches Wissen, um zu beurteilen, ob wir so eine Frau länger als Moderatorin ertragen wollen. Ist ja nicht so, dass KMH das Highlight der Berichterstattung wäre.

Oliver Kahn hingegen, der an ihrer Seite steht, stehen muss, liefert nach 2002 seine beste WM-Leistung ab. Grandios zum Beispiel sein Blick, wenn zum Ende der Übertragung ein gewisser Dennis Wiese in seinem Strafraum auftaucht, vom ZDF zum „Fan-Experten" bestellt, der dann in zwei Minuten dreißig vier Internetumfragen vorlesen muss. Dennis wer bitte Wiese? Laut zdf.de wurde der Mann in einem langwierigen Casting für diesen Job gefunden, in der Schule soll er „Poschi“ genannt worden sein.

Und das wiederum ist keine Werbung für das Fernsehen. Matthias Kalle

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