DER BALL  ist eckig : Spielerfrauen, dringend gesucht

24.06.2012 00:00 Uhrvon

Bei der Fußball-WM 2010 waren Spielerfrauen, speziell die englischen "Wags", stark in den Medien vertreten. Bei der EM 2012 bleiben sie verborgen - bis auf wenige Ausnahmen.

Bei der WM vor zwei Jahren konnten wir Zuschauer einen sehr romantischen Moment erleben: Der schöne spanische Torwart Iker Casillas drückt vor laufender Kamera seiner damaligen Freundin und jetzigen Ehefrau Sara Carbonero, einer bildschönen spanischen Journalistin, einen dicken Kuss auf die Lippen. Sie hatte ihn nach dem Finale, in dem Spanien die Niederländer bezwungen hatte, zum Spiel befragen müssen.

Bisher lässt die EM solch elektrisierende Momente vermissen – in menschlicher wie sportlicher Hinsicht. Kein dramatisches Tor in der 92. Minute, kein Elfmeterherzschlagkrimi,kein rührend hilfloser Messi wie bei der WM 2010. Einziger Aufreger bisher: das Nicht-Tor der Ukraine gegen England.

Aus Mangel an tragischen, bewegenden Szenen tut „Bild“ das, was qua Name ihr nationaler Auftrag ist: Bilder zeigen. Bilder von Spielerfrauen. Und weil es bei diesem Turnier kaum Spielerfrauenbilder von den Tribünen gibt – irgendeine geheime Anweisung der Regie? – muss eben ein Voting her: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste Spielerfrau im Land?

Als Siegerin vom Feld geht Lena Gercke, sehr blonde, sehr langbeinige Ex-Top- Model-Gewinnerin und Verlobte von Khedira. Neben ihr Platz nehmen auf dem Siegertreppchen dürfen Cathy Fischer, Freundin von Hummels, und Silvia Meichel, die Liebste von Gomez. Alle drei Spielerfrauenmänner sind freilich als Torschützen oder „Man of the Match“ in Erscheinung getreten. Welch geheimer Koeffizient kommt da zum Tragen?

Gianluigi Buffon, der Mann im Tor der squadra azzurra, scheint auch abseits des Spielfeldes nicht ungerne mit Bällen zu spielen. Was seiner Freundin Alena Seredova, einem tschechischen Model, aus dem Dekolleté zu kullern droht, hat in Form und Größe verblüffende Ähnlichkeit mit einem Fußball. Patricia Wolf

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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