Medien : DER FERNSEH Tipp

Thilo Wydra

„Nicht ohne meinen Schwiegervater“. 20 Uhr 15 ZDF. Das erste, was von ihm im Bild zu sehen ist, das ist eine große Heugabel. Mit der will er dem Einbrecher gehörig einheizen. Heinrich Gievenbeck heißt der Heugabel-Träger, und er wird gespielt von Fritz Wepper, dem Harry Klein aus „Derrick“, dem anstrengenden Bürgermeister Wöller aus „Um Himmels Willen“. Diesmal muss er niemandem den Wagen vorfahren. Nein, eigentlich dreht sich sogar die Komödie „Nicht ohne meinen Schwiegervater“ genau um ihn, das Familienoberhaupt, den Richter, den Alles-richtig-Macher. Der Einbrecher entpuppt sich als Bräutigam der Tochter, es ist ein junger Psychotherapeuten namens Ulf (Janek Rieke). Er muss erst mal durch den Vater-Heinrich-Test …

Eigentlich bedient diese Komödie jede Menge Klischees. Doch zum Glück gibt es Fritz Wepper, der hier viel Selbstironie beweist und das restliche Ensemble an die Wand spielt. Wie er diesen bräsigen, aufgeblasenen Gievenbeck spielt, der von sich selbst derart überzeugt ist, dass zunächst nichts und niemand daran zu rütteln vermag, das hat was. Durch den sensiblen Ulf gerät sein Weltbild aber aus den Fugen, den die beiden Männer könnten nicht konträrer sein. Am Schluss haben aber beide etwas davon. Da stehen dann zwei, die durch den jeweils anderen etwas begriffen haben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben