Medien : Der fünfte Mann

d’Inka wird „FAZ“-Herausgeber / Bernhardt bleibt

Ulrike Simon

Werner d’Inka, 50, wird am 1. März 2005 Herausgeber der „FAZ“. Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben. Doch „dem Personalvorschlag der Herausgeber hat der Aufsichtsrat zugestimmt“, bestätigte Günther Nonnenmacher, Sprecher des Gremiums. D’Inka ist seit 1980 bei der „FAZ“ und seit 1991 Chef vom Dienst. Er folgt auf Dieter Eckart, der Ende Februar im Alter von 67 Jahren die „FAZ“ verlassen wird. Befürchtungen der Redaktion, den Sparmaßnahmen von Geschäftsführer Wolfgang Bernhardt würde der fünfte Herausgeberposten zum Opfer fallen, haben sich damit zerschlagen. D’Inka wird nachgesagt, die organisatorischen und technischen Abläufe in der Redaktion wie kein Zweiter zu kennen. Geplant ist, dass er sich wie sein Vorgänger vor allem um die „Rhein-Main-Zeitung“ kümmern wird. Die weiteren Herausgeber sind Berthold Kohler, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner sowie Nonnenmacher.

Keine Änderung gibt es in der Geschäftsführung der „FAZ“. Seit Frühjahr 2003 ist Peter Jürgen Asmussen neben seiner Geschäftsführertätigkeit bei der „FAZ“-Tochter „Märkische Allgemeine Zeitung“ weiterer Geschäftsführer der „FAZ“ – gemeinsam mit Bernhardt und Roland Gerschermann. Vorgesehen war, dass Asmussen Nachfolger Bernhardts wird, sobald dieser in den Aufsichtsrat zurückkehrt. Damit scheint sich der 69-Jährige, der vor wenigen Tagen bekannt gab, dass die „FAZ“ 2004 wieder Gewinn erwirtschaften wird, jedoch Zeit lassen zu wollen. Obgleich es Sache des Aufsichtsrats unter Vorsitz von Helmut Diederich gewesen wäre, hatte Bernhardt die Verhandlungen mit Asmussen geführt. „Wir sind zum Ergebnis gekommen, die Tätigkeit zu beenden“, sagte Asmussen am Dienstag. Spätestens von Juni 2005 an wird er wieder die ganze Woche über bei der „MAZ“ arbeiten – und beendet seine von Dienstag bis Donnerstag währenden Aufenthalte in Frankfurt.

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