Medien : Der neue Verleger des Tagesspiegel

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Pierre Gerckens, 1938 im belgischen Eupen geboren, wollte nach seinem Abitur in Brüssel zunächst Architekt werden und arbeitete auf dem Bau, bevor er mit 24 Jahren in Köln das Studium der Betriebswirtschaftslehre aufnahm. Nach Auslandsaufenthalten und Promotion stieg er 1968 innerhalb der Verlagsgruppe Holtzbrinck beim „Handelsblatt“ in Düsseldorf ein. 1970 wurde er Geschäftsführer der HandelsblattGruppe, stieg zum Vorsitzenden der Geschäftsführung auf, forcierte den Kauf der „Wirtschaftswoche“ und kümmerte sich anschließend bei Holtzbrinck um die Sanierung des „Südkurier“ in Konstanz, den Aufbau des Zeitungsgeschäfts und die Internationalisierung der Holtzbrinck-Aktivitäten. 1999 hat sich Gerckens selbstständig gemacht, blieb der Verlagsgruppe Holtzbrinck jedoch als Mitglied des Aufsichtsrats treu, zwischenzeitlich war er Vorsitzender dieses Gremiums. Außerdem sitzt Gerckens in verschiedenen Aufsichtsräten, unter anderem von Prognos. Seit 1992 ist er Mitglied des Tagesspiegel-Beirats. Seine Beteiligung an der Verlagsgruppe Handelsblatt hat Gerckens vor einiger Zeit verkauft.

Im Zuge des Kaufs der Tagesspiegel- Gruppe legt Gerckens sämtliche Ämter im Aufsichtsrat und in anderen Holtzbrinck-Gremien nieder. Gerckens, der in der Freizeit segelt, golft und Oldtimer-Rallyes liebt, ist verheiratet und hat drei Söhne. Als Verleger des Tagesspiegel wird der stellvertretende Präsident des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger seinen Wohnsitz künftig in Berlin haben. usi

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