Medien : Der Qualifikant

Boris Becker über seine Show

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Herr Becker, wessen Idee war „Becker 1:1“?

Ich habe mich schon länger mit dem Gedanken getragen, ein solches Format zu machen. Zum Ende meiner TennisKarriere habe ich begonnen, verschiedene Aufgaben vor und hinter der Kamera auszuprobieren. Die logische Konsequenz ist dieser Sport-Talk. Und als wir dem DSF letztes Jahr im Oktober die Thematik vorgeschlagen haben, war das Interesse groß.

Als Sie vier Tage am Stück bei Kerner saßen – haben Sie sich da gedacht, das kann ich auch oder gar besser?

Wir haben in Deutschland einige gute Talker. Aber jeglicher Vergleich mit „Becker“ ist nicht erlaubt. Ich fange erst an, bin in der Qualifikation. Die anderen spielen schon im Finale. Aber der Auftritt bei Kerner hat mein Interesse an einer eigenen Show in jedem Fall verstärkt. Das war eine wichtige Erfahrung.

Hand aufs Herz: Waren Sie für „Becker 1:1“ bei einem Rhetorik-Trainer?

Ich bin, wie ich bin, und ich spreche, wie ich spreche – nur so bin ich glaubwürdig. Deshalb hat es kein Sprachtraining gegeben. Aber ich habe sehr viel mit meinem Produzenten und Mentor Friedrich Küppersbusch gearbeitet. Wir haben Talks analysiert, Interview- Situationen durchgespielt, den Background potenzieller Gäste beleuchtet.

Sie haben mal gesagt, Journalisten sollten einfach bessere Fragen stellen. Wie sehen die denn Ihrer Meinung nach aus?

Mir geht es darum, nicht einfach einen Fragenkatalog herunterzuspulen, sondern ein Gespräch zu führen. Das habe ich oft bei Journalisten vermisst, die mich interviewt haben. Die richtige Frage ist die, die nach der Antwort ein Gespräch zulässt.

Die Fragen stellte Markus Ehrenberg.

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