DER „SEXREPORT 2008“ : Mehr Abwechselung im Bett erwünscht

In den Schlafzimmern der Deutschen scheint es ziemlich langweilig zu sein – zumindest nach der Umfrage, die der Privatsender Pro 7 für seine fünfteilige Reihe „Sexreport 2008“ erhoben hat. Danach haben die Deutschen im Jahr durchschnittlich 139-mal Sex, fast zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen wünschen sich aber mehr Abwechselung im Bett und gehen deshalb teilweise fremd. So lieben mehr als ein Drittel aller Befragten Seitensprünge, obwohl sie in Partnerschaften leben. Bis zum 40. Lebensjahr haben die Deutschen durchschnittlich 18,6 verschiedene Geschlechtspartner, besagt die Umfrage.

Wirklich repräsentativ scheint die Umfrage, die der Münchner Sender in Zusammenarbeit mit Sexualforschern und anderen Wissenschaftlern erstellt hat, aber nicht zu sein. Zwar haben mehr als 50 000 Menschen zwischen 14 und 80 die über 200 Fragen beantwortet – doch wurden sie nicht nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt, sondern konnten den Fragebogen per Zufall auf der Internetseite des Senders entdecken. Außerdem weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass Männer bei solchen Fragen zur Übertreibung neigen, Frauen zur Untertreibung.

Überraschendstes Ergebnis der Umfrage ist, wie sehr der gestiegene Pornokonsum das Sexleben der Deutschen verändert hat. Pornografie stärke nicht nur den Wunsch nach einem perfekten Körper und führe zu mehr Schönheitsoperationen im Genitalbereich, sondern auch dazu, dass sich mehr Menschen als früher im Bett unter Druck gesetzt fühlten. Viele junge Mädchen glaubten heute, dass sich ihr Freund eine Art Pornostar im Bett wünsche. Tsp

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