Medien : Der Tagesspiegel

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Es gibt den schönen Satz: „Die Krise als Chance nutzen.“ Worin könnte diese Chance bestehen?

Etwa ein Besinnen auf journalistische Tugenden wie Neugier, Faktentreue, Unbestechlichkeit, Rechercheintensität und sprachliche Sorgfalt. Insbesondere die Wirtschaftsblätter müssen sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bemühen, nach dem Hype und der Selbstüberschätzung um die Jahrhundertwende ihre Glaub- und Vertrauenswürdigkeit auf- und auszubauen.

Vieles in der Medienlandschaft hat sich verändert oder existiert gar nicht mehr. Was vermissen Sie?

Kollegialität und Fairness der Journalisten mit- und untereinander. Die Zeit, in der wir uns nicht in ungezählten Fachdiensten und Medienseiten gegenseitig gegrillt haben, hatte durchaus ihren Charme.

Können Sie einem jungen Menschen guten Gewissens raten, Journalist zu werden? Wenn ja: Bitte geben Sie ihm einen Tipp.

Unbedingt. Mein Tipp: Möglichst gute Ausbildung. Und hemmungsloser Einsatz.

Welches Medium/Ressort/Sendung/Journalist macht Ihnen im Moment Hoffnung?

Tageszeitungen wie „FAZ“ und „SZ“. Und der „Spiegel“.

Geht diese Krise auch wieder vorüber?

Sie geht vorüber. Aber kaum etwas wird so sein wie zuvor.

Werner Funk ist publizistischer Berater des Zeitschriftenvorstands von Gruner+ Jahr.

Die Henri-Nannen-Journalistenschule des Verlagshauses Gruner + Jahr hat auf ihrer Website eine neue Stellenbörse eingerichtet: www.journalistenschule.de/chancen . Redaktionen können per Mausklick Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten in den Bereichen Zeitung, Zeitschrift, Radio, Fernsehen und Multimedia aufnehmen.

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