Medien : Der Tagesspiegel

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ZU MEINEM ÄRGER

Herr Killing, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Die Mediennation hat einen neuen Kotzbrocken: Hunziger. An dem können sich jetzt alle schön abarbeiten. Auch die maßlos selbstgerechten Journalisten, die nur alte Feindbilder beschwören (aber gerne Journalisten-Rabatte und kleine Geschenke annehmen). Scharping ist über sich selbst gestolpert. Dennoch wird dämonisiert: Schmutziges Geld kauft Politik. Wer das Business PR grundsätzlich bejaht und Dienstmeilen privat nutzt, muss wirklich kein korrumpierter Politiker – oder Journalist – sein.

Gibt es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Harald Schmidt hat noch bis zum 20. August Pause. Schade. Ihm wäre der ultimative Satz zu Hunziger eingefallen. So hat der PR- Rambo seine Solo-Rolle angenommen, als diesjähriges „Krokodil im Sommerloch“ (Hunziger über Hunziger). Der Mann ist erstaunlich zäh. Und unterhaltsam! Allein sein „zu elastisch formuliert“ hat Kult-Potenzial. Für mich in einer Reihe mit Trapp („Flasche leer“) und Wowi („gut so“).

Uwe Killing ist Chefredakteur des Männermagazins „Maxim“.

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