Medien : Detektiv Rockford

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„Hier ist Jim Rockford. Bitte hinterlassen Sie Ihren n, Rufnummer und Ihre Nachricht. Ich rufe zurück." Mit dieser Ansage auf einem Anrufbeantworter begann jede Episode von „Detektiv Rockford – Anruf genügt".

Statt eines lukrativen Auftrags gab es aber zur Einstimmung für den Detektiv erst mal eine Hiobsbotschaft zu verdauen. „Sie schulden uns noch fünf Raten für den Pontiac, bis zur Bezahlung haben wir uns erlaubt den Wagen in Kaution zu nehmen“ war da zum Beispiel zur Titelmelodie zu vernehmen. Eine Sekretärin hätte sich Jim Rockford (James Garner), der unschuldig fünf Jahre in St. Quentin gesessen hatte, im Übrigen ebenso wenig leisten können, wie ein Büro. Gerade für einen Wohnwagen am Strand von Malibu, in dem er wohnte, und für einen Pontiac Firebird reichten seine Honorare. Die veranschlagte er zwar immer mit „200 Dollar pro Tag plus Spesen“, aber nur selten waren seine Auftraggeber am Ende liquide. Jim Rockford war also kein Super-Detektiv, wie viele seiner TV-Kollegen.

Seinen Revolver bewahrte er in der Keksdose auf, weil er Waffen konsequent ablehnte. Wenn es der Fall verlangte, trat er mal als Finanzbeamter auf oder als Angestellter der Wasserwerke. Ein charmanter Hasardeur war er, ein Hasenfuß (was wunderbar Garners Rolle im Koreakrieg konterkarierte, wo er mit zwei Purple Hearts ausgezeichnet worden war), der auch schon mal Dresche bezog, wenn er sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Ein Dummkopf war er aber nicht. Mehr eine ironisch-sympathische Ausgabe von Chandlers Philipp Marlowe. Und am Schluss löste er seine Fälle fast immer ebenso smart, wie er vorher vor allem seine weiblichen Klienten betreut hatte.

Nach sechs Jahren war in den USA Schluss. Nicht wegen der Quote, sondern weil Garner, der viele Stunts selbst ausführte, sich schwer verletzt hatte. Rockford ging, aber nicht ohne einen sympathischen Nachfolger zu präsentieren: Lance White. Und der wurde von niemand anderem gespielt als von Tom Selleck, der kurz darauf als „Magnum“ gecastet wurde. Andreas Kötter

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