Deutscher Fernsehpreis : 2007 – Aufstand der Kochshows

Die Nominierungen beim Deutschen Fernsehpreis stehen fest. Kochshows und TV-Coaches sind die neuen Kategorien. Insgesamt wurden ARD-Produktionen am häufigsten nominiert.

Ziel des Deutschen Fernsehpreises ist es, die Qualität des deutschen Fernsehprogrammes zu fördern und hervorragende Leistungen für das Fernsehen zu würdigen. Ob das auch auf die „Super Nanny“ oder „Das perfekte Dinner“ zutrifft, wird am 29. September entschieden. Dann überträgt RTL die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, moderiert von Marco Schreyl. In der neunten Ausgabe des deutschen Emmys, der von den vier großen Sendern gemeinsam gestiftet wird, werden diesmal auch die beste Kochshow und der beste TV-Coach gesucht. „Seriös gemachte Lebenshilfe via Fernsehen und Kochen auf allen Kanälen sind die unübersehbaren TV-Trends und Zuschauermagneten im zurückliegenden Fernsehjahr“, so die Jury-Vorsitzende Klaudia Wick am Montagabend bei der Vorstellung der Nominierungen in der Bertelsmann-Hauptstadtrepräsentanz.

21 Kategorien aus 1100 Programmvorschlägen, wo soll man da anfangen? Großer Gewinner dürfte der ARD-Zweiteiler „Die Flucht“ sein. Der Film über die Vertreibung aus Ostpreußen mit Maria Furtwängler wurde in den Kategorien bester Fernsehfilm, bester Schauspieler Nebenrolle, beste Ausstattung und beste Musik nominiert. Überhaupt, das Erste. 26 Mal wurde die ARD nominiert, 16 Mal das ZDF, neun Mal RTL, acht Mal Pro7, sechs Mal Sat 1, zwei Mal Vox, drei Mal die dritten Programme. Als beste Schauspieler wetteifern bei den Frauen Maria Furtwängler – erstaunlicherweise nicht als Hauptdarstellerin in der „Flucht“, sondern in zwei „Tatort“-Krimis – Veronica Ferres und Nadja Uhl miteinander. Bei den Männern treten Matthias Koeberlin, Ulrich Tukur und Friedrich von Thun gegeneinander an, bei den Filmen neben der „Flucht“, „2030 - Aufstand der Alten“ (ZDF), „Der Butler und die Prinzessin“ (Sat 1), „Rose“ (ARD) und „Vom Ende der Eiszeit“ (ARD), bei den Serien „Dr. Psycho“ (Pro7), „KDD - Kriminaldauerdienst“ (ZDF) und „R.I.S. - Die Sprache der Toten“ (Sat 1). Angenehme Überraschung der elfköpfigen Jury, darunter Dokufilmer Thomas Schadt: die Nominierung von Anti-Doping-Reportagen als beste Sportsendung. meh

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