Deutscher Fernsehpreis : Gut gespielt

Maria Furtwängler und Matthias Koeberlin dürfen sich als beste deutsche Fernsehschauspieler des Jahres 2007 bezeichnen. Sie wurden in Köln mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Deutscher Fernsehpreis
Geehrt. Maria Furtwängler und Matthias Koeberlin. -Foto: dpa

KölnFurtwängler wurde nicht für ihre Hauptrolle im ARD-Zweiteiler "Die Flucht", sondern für ihre Darstellung der Kommissarin Charlotte Lindholm im ARD-"Tatort" mit dem Deutschen Fernsehpreis in Köln ausgezeichnet. Koeberlin erhielt die Trophäe für seine Rolle im ProSieben-Thriller "Tornado - Der Zorn des Himmels". Der Preis wurde in 21 Kategorien vergeben. Hinzu kam die Ehrung an Götz George für sein Lebenswerk sowie zwei Förderpreise. In der Senderwertung führte die ARD mit zehn Preisen vor dem ZDF (5), ProSieben (4), RTL (2) sowie Vox (1) und Sat.1 (1).

Furtwängler konnte sich in ihrer Kategorie gegen Veronica Ferres ("Vom Ende der Eiszeit", ARD) und Nadja Uhl ("Nicht alle waren Mörder", ARD) durchsetzen. Koeberlin behauptete sich gegen Ulrich Tukur ("Mein alter Freund Fritz", ZDF) und Friedrich von Thun ("Der falsche Tod", ZDF). Als Bester Fernsehfilm wurde das ARD-Drama "Rose" mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle ausgezeichnet. Die Beste Serie war in den Augen der Jury die ZDF-Produktion "KDD - Kriminaldauerdienst". Die Beste Show lieferte Stefan Raab mit der Ausgabe vom 9. Juni seiner Sendung "Schlag den Raab".

"RTL aktuell" vor "heute journal"

Die meisten Fernsehpreise bekam "Die Flucht", und zwar für Gabriela Maria Schmeide als Beste Schauspielerin Nebenrolle, für die Beste Musik (von Enjott Schneider) und für die Beste Ausstattung (von Knut Loewe und Wiebke Kratz). Als Beste Informationssendung siegte "RTL aktuell" gegen das "heute journal" (ZDF) und die "Tagesthemen" (ARD). Reinhold Beckmann durfte sich über den Fernsehpreis in der Kategorie Beste Moderation Information freuen, weil die Jury sein Interview mit Radprofi Bert Dietz am besten fand. Volker Herres ("Das Opfer und der Terrorist", ARD) sowie Johannes B. Kerner (für sein Gespräch im ZDF mit Agentenwitwe Marina Litwinenko) hatten das Nachsehen.

Zwei Preise waren neu, weil die Jury von diesem Jahr an von Veranstaltung zu Veranstaltung die Möglichkeit hat, eine "Freie Formatkategorie" und eine "Freie Personenkategorie" zu bestimmen. Die Personenkategorie wurde dieses Mal den TV-Beratern gewidmet. Dort setzte sich Katharina Saalfrank ("Die Super Nanny" auf RTL) gegen den Koch Christian Rach (RTL) und den Schuldenberater Peter Zwegat (auch RTL) durch. Die "Freie Formatkategorie" stand im Zeichen der Kochshows. Den Zuschlag der Jury bekam "Das perfekte Dinner" von Vox, das "Lafer! Lichter! Lecker!" (ZDF) und "Schmeckt nicht, gibt's nicht" (Vox) abschüttelte.

Die beiden Förderpreise, jeweils mit 15 000 Euro dotiert, fielen an Franz Dinda (für "Blackout" in Sat.1) und an das Trio Randa Chahoud, Dennis Jacobsen und Oliver Jahn für die ZDF-Serie "Ijon Tichy: Raumschiff". Rund 1500 Gäste feierten nach der Zeremonie im Kölner Coloneum bis weit in die Nacht. (mit dpa)

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