Medien : Deutschland soll jetzt digital werden

Die Deutschen sind zurückgeblieben – zumindest, was das Fernsehen betrifft. Denn während viele europäische Länder auf digitale Technik umgestellt haben, empfangen hier viele Menschen immer noch analoges Fernsehen. Nur ein Drittel der Haushalte ist bislang über Kabel, Satellit oder Antenne mit digitaler Technik ausgestattet. Das Deutsche Digital-Institut aus Berlin will das jetzt ändern. Unter dem Motto „Durchbruch Digitales Deutschland“ stellten Jo Groebel, Direktor des Instituts, und Bernd Schiphorst, Vorsitzender des Beirats, ihre „Deutsche Digitalcharta“ vor, die in zwölf Leitsätzen wichtige Prinzipien für die künftige Entwicklung der digitalen Zukunft festhält. Beispielsweise wird darin gefordert, Transparenz schaffende Digitalangebote und bürgernahe Informationsplattformen stärker zu fördern sowie die Medienkompetenz der Menschen zu stärken. „Denn der ausgefeilten Technik steht eine Hilflosigkeit der Bürger bei der Wahl der richtigen Verbreitungswege gegenüber“, sagte Jo Groebel. Auch würden viele Menschen befürchten, dass eine stärkere Digitalisierung den Datenschutz gefährde. „Wir müssen deshalb für mehr Vertrauen in die neue Technik sorgen“, sagte Groebel. Er hoffe, dass die Kampagne seines Instituts dabei hilft, mehr Klarheit und Enthusiasmus bei der digitalen Technik zu schaffen. Unterstützt wird sie von prominenten Paten wie RTL-Moderator Peter Kloeppel. sop

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