Medien : "Deutschlandspiel": Die Feier - das Spiel - der Film

Simone Leinkauf

Zum zehnten Jahrestag der Wiedervereinigung hat der Produzent Ulrich Lenze ein Doku-Drama geschaffen, das die Zeit vom Zerfall der DDR bis zur Vereinigung beschreibt. Archivmaterial der Sender, private Videoaufnahmen, Zeitzeugen-Berichte und Kommentare wechseln mit inszenierten Spielszenen ab - Szenen, in denen Schauspieler die Rollen der realen Akteure übernehmen: Politiker im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, sogar in der Sauna. Mit Lenze und dem Filmemacher Hans-Christoph Blumenberg zwei Männer zusammengefunden, die auf einen reichen Schatz an Erfahrungen zurückgreifen können. Lenze hat das viel beachtete "Todesspiel" mit Heinrich Breloer produziert, Spielfilme und Dokumentationen des ehemaligen "Zeit"-Redakteurs Blumenberg liefen bereits auf vielen Festivals. Für die Rollen haben sie renommierte Film- und Theaterleute geholt: Sir Peter Ustinov, Udo Samel, Michael Mendl, Nicole Heesters, Rudolf Kowalski und Peter Sodann agieren in den Rollen der politischen Entscheidungsträger. Rudolf Wessely spielt Erich Honecker, Lambert Hamel ist Kohl. Schon das zeigt, dass die Macher des Sechs-Millionen-Projektes keinen Geschichtsunterricht präsentieren wollen, sondern einen unterhaltsamen Beitrag zur Geschichte der Vereinigung. Und das ist ihnen zweifellos gelungen.

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