Die Fußball-WM-Quali bei RTL : Die Welt des Jens Lehmann

Braunschweig? Wolfsburg? Egal. RTL-Experte Jens Lehmann machte beim Deutschland-Spiel wieder von sich reden. Diesmal nicht an der Seite von Joachim Löw, sondern bei Horst Hrubesch.

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RTL-Experte Jens Lehmann
RTL-Experte Jens LehmannFoto: dpa

An berühmten Fußballer-Zitaten und Irrglauben mangelt es nicht, von Andy Möller über Lothar Matthäus bis hin zu Rudi Völler. Nun kommt auch Jens Lehmann dazu. Doch der Reihe nach: Rund 10,68 Millionen Menschen haben am Samstagabend auf RTL den 3:0-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Tschechien gesehen. Das entspricht einer Quote von 35,8 Prozent.

Mit Spannung erwartet wurde das erneute Zusammentreffen zwischen Joachim Löw und RTL-Experte Jens Lehmann, der schon öfters in der Kritik stand. Nachdem dieser beim 3:0 in Oslo zuletzt noch Mario Götze hart kritisiert hatte und mit Jogi Löw im TV-Studio Eiszeit herrschte, lief diesmal im RTL-Studio im Hamburger Volksparkstadion alles relativ friedlich ab. Handschläge zwischen Löw und Lehmann, wenn auch keine übermäßig freundlichen Blicke. Löw sieht immer auch ein bisschen aus, als ob er sagen wollte: Muss ich mir das jetzt hier antun (schon gar nach dem guten Spiel)?

Dafür leistete sich Lehmann anfangs der RTL-Übertragung einen Schnitzer. Lehmann und der ehemalige U21-Trainer Horst Hrubesch trafen sich vor dem Länderspiel vor der TV-Kamera. .

Lehmann erzählte, wie er Hrubesch kennengelernt haben will: „Er war Trainer in Braunschweig. Wir haben da mit Schalke gespielt. Ich war 18 Jahre alt, habe eigentlich ganz gut gespielt. Aber ich habe in der 89. Minute einen Fehler gemacht, wodurch wir 0:1 verloren haben. Dann kam Horst in die Kabine und hat mich jungen Kerl getröstet.“

Hrubesch: „In Braunschweig war ich nie Trainer. Das kann nur in Wolfsburg gewesen sein.“

Lehmann beharrte auf Braunschweig. Hrubesch verneinte noch zweimal, in Braunschweig Trainer oder sogar Spieler gewesen zu sein.

Und Lehmann? Der ließ nicht locker: „Du hast mich auf jeden Fall getröstet.“

Der Fakten-Check: Hrubesch war von 1988 bis 1989 Trainer in Wolfsburg. Das ist zwar in der Nähe von Braunschweig, aber eben nicht in Braunschweig. Jens Lehmann hat tatsächlich am 4. März 1989 mit Schalke in Braunschweig 0:1 verloren. Allerdings: Der Braunschweig-Trainer war nicht Horst Hrubesch, sondern Uwe Reinders.

Braunschweig? Wolfsburg? Egal. Lehmanns Gedächtnislücke erinnert an den legendären Spruch von Andy Möller: "Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!"

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