Medien : Die Hundstage des Wahlkampfs

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Herr Heim, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

„Katrina“ hat auch im Weißen Haus die Fassade zum Einsturz gebracht. Ich habe Tage und Nächte fassungslos mit Bildern des Elends und der Verzweiflung verbracht: Eine reiche Nation so hilflos. Ein Prediger so sprachlos. Nur die Mütter schreien vor Verzweiflung, schwer ihnen zu helfen, es sei denn, man will. Heute ist September eleven!

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Endlich Hundstage. Der Bundestag hat die Legislaturperiode dicht gemacht und es fühlt sich an, als ob sich das Parlament gerade mal in den Sommer verabschiedet. Dem mitternächtlichen Flaneur steht Goya offen, und in den Seen steigt die Badetemperatur. Statt Wahlfieber und Benzinfrust: Summer in the city.

Gabriel Heim

ist seit Mai 2003

Fernsehdirektor des Rundfunks Berlin-

Brandenburg. Davor war er Programmchef des WDR-Fernsehens.

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