Medien : Die Launen der Queen

Seelmann-Eggebert huldigt Elizabeth II. zum 80.

Simone Schellhammer

Am 21. April hat die Queen Geburtstag – Arbeit für den Adelsexperten der ARD, Rolf Seelmann-Eggebert. Er hat ein lockeres, kleines Porträt über Elizabeth II. produziert. Denn nach 15 Jahren mit eher negativen Schlagzeilen wirkt die Queen mittlerweile entspannt und gut gelaunt. „Inzwischen strahlt sie mehr Wärme aus als früher“, sagt auch Penny Junor, eine Expertin, die Seelmann-Eggeberg vor seine Kamera bat. „Was das angeht, haben sie und die Familie viel von Diana gelernt.“ Der Schatten Dianas, der alle aus dem englischen Königshaus begleitet, scheint auch nicht länger bedrohlich zu sein.

Neben Dianas Todesjahr 1997 nennt Robert Lacy, Biograf der Queen, 1936 als ein für sie einschneidendes Jahr: Ihr Vater bestieg als König Georg VI. den Thron, nachdem sein Bruder abgedankt hatte, um eine geschiedene Amerikanerin zu heiraten. Dieses Ereignis scheint bereits in dem elfjährigen Mädchen ein Pflichtbewusstsein geweckt zu haben, für das die ernste, fast soldatisch wirkende Königin später berühmt wurde.

Der mit 45 Minuten recht kurze Film, in dem viel Bewunderung durchklingt, kann leider nur wenig aus den jüngeren Jahren der Königin zeigen. Immerhin beleuchtet er den Charakter Prinz Philips, des eigenwilligen Gatten der Queen, der mit seiner Originalität „der Webfehler in einem perfekten Muster“ sei und dadurch das Ganze erst interessant mache. Wie viel Rolf Seelmann-Eggebert, der das englische Königshaus seit den 70er Jahren journalistisch begleitet, tatsächlich über die Queen weiß, konnte man in seinem Fünfteiler „Majesty“ sehen, den die ARD vor vier Jahren zu ihrem goldenen Thronjubliäum zeigte. Diesmal flicht er eine kurze Geburtstagsgirlande.

„Die Queen wird 80“; Ostersonntag um 21 Uhr 45, ARD

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