Medien : Die sieben Leben einer Frau

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Mit Frauenzeitschriften ist es wie mit Schuhen. Die alten würden es auch noch tun, aber es kann ja nichts schaden, sich mal wieder neue anzuschaffen. Zurzeit gibt es eigens für Frauen 28 Monatsmagazine, sechs 14tägliche Hefte – von den 34 wöchentlich erscheinenden Blättern und zahlreichen Spezialtiteln ganz zu schweigen. Mit dem heutigen Tag bereichert den Kiosk eine weitere Frauenzeitschrift: „My Self“ heißt die Neuerscheinung, sie kostet jeden Monat 2 Euro 50. Mindestens 200 000 Exemplare erhofft sich der Condé Nast Verlag davon zu verkaufen.

„My Self“ erweitert die Titelpalette des Münchner Verlags, der früher vor allem für „Vogue“ stand, aber auch das Männermagazin „GQ“, „Architectural Digest“ und „Glamour“ herausgibt.

Während sich die meisten Neugründungen der vergangenen Jahre an jüngere Frauen gerichtet haben und die etablierten großen Marken den permanenten Spagat üben, bei jüngeren Leserinnen anzukommen, ohne die älteren zu vergraulen, spekuliert „My Self“ darauf, als Neueinsteiger von „erwachsenen Frauen“ um die 30, 40 Jahre als Alternative gesehen zu werden.

Chefredakteurin Sabine Hofmann, 44, zuvor Chefin von „Für Sie“, dachte beim Entwickeln von „My Self“ an Frauen, die in ihrer Rolle als Tochter, Mutter, Ehefrau, Berufstätige und Freundin in einer Person den jeweiligen Anforderungen gerecht werden müssen – und wollen. Sieben Ressorts, farblich voneinander unterschieden, beschäftigen sich mit den üblichen Themen: Mode, Schönheit, Kochen, Reisen, Wohnen, Psychologie und Geschichten über weibliche Vorbilder. usi

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