Medien : Die Stimme des Protestantismus

Ab jetzt im Tagesspiegel: Das evangelische Magazin „Chrismon“

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Mit der heutigen Ausgabe bietet der Tagesspiegel am Sonntag noch mehr Lesestoff als sonst. Denn jetzt liegt dieser Zeitung einmal im Monat sonntags „Chrismon“ bei. Das evangelische Magazin wird seit Oktober 2000 im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) produziert. Chefredakteur Arnd Brummer sagt, „Chrismon“ verstehe sich als „die Stimme des Protestantismus“. Für die EKD, die das Blatt jährlich mit 2,25 Millionen Euro finanziert, sei das Magazin ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit – wobei es auch jene anspreche, die sonntags nicht in der Kirche anzutreffen sind. Hervorgegangen ist „Chrismon“ aus der Wochenzeitung „Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt“. Herausgeber von „Chrismon“ sind die Bischöfe Johannes Friedrich (Bayern) und Wolfgang Huber (Berlin-Brandenburg), Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx (Düsseldorf) und EKD- Ratsmitglied Hermann Gröhe. Mit dem Tagesspiegel als Vertriebspartner steigt die Auflage von „Chrismon“ auf 1,57 Millionen Exemplare. Weitere Zeitungen, denen das Blatt beiliegt, sind die „Frankfurter Rundschau“, die „Sächsische Zeitung“, „Die Zeit“ sowie die „Süddeutsche Zeitung“, deren Verlag Eigentümerin von „Chrismon“ ist.

„Chrismon“ bezieht eindeutig Position. Es pflegt vor allem die Reportage. Sie sei „die biblischste Form des Journalismus“, da sie „authentische Geschichten von Menschen in existenziellen Situationen erzählt“, sagt Arnd Brummer. Neben drei großen Lesestücken schildert „Chrismon“ in jeder Ausgabe eine ungewöhnliche Begegnung. Im September-Heft treffen sich Ex-Bertelsmann-Manager Manfred Lahnstein, heute Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, und Julia Deeg, die ihre Mutter auf einer Recherchereise durch Israel begleitete. Ulrike Simon

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