Medien : "DigiGlobe 2001": Entspannung digital

Kurt Sagatz

Auch wenn Friedensnobelpreisträger Shimon Peres die Ehrung am Dienstagabend in Berlin nicht selbst in Empfang nehmen konnte, so ehrt der prominente Name sicherlich auch die Veranstalter des "DigiGlobe 2001". Auf der Internationalen Funkausstellung haben die Deutsche Telekom und das Nachrichtenmagazin "Focus" auf einer Gala die von Peres initierten "Peacebuilding Corps" mit dem als Multimedia-Oscar bezeichneten Preis ausgezeichnet. Die Internet-Plattform, die zur Planung und Durchführung friedensfördernder Maßnahmen dient, erhielt die Ehrunng in der Kategorie "Wirtschaft und Politik".

An Peres Stelle wurde die Auszeichnung von einem Mitarbeiter der Organisation entgegen genommen. Die Idee zu diesem Projekt hatte der israelische Außenminister Peres, dessen "Peres Center for Peace" diese Plattform umsetzt. Eine prominent besetzte Jury - darunter Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, Telekom-Vorstandschef Ron Sommer und Focus-Chefredakteur Helmut Markwort - hatte die Preisträger für sieben Kategorien aus insgesamt 21 nominierten Projekten ausgewählt.

Zu den weiteren Preisträgern gehört die Netaid.org Foundation als Gewinner in der Kategorie "Gesellschaft und Modernes Leben". Sie hat sich mit ihrem Internetprojekt der Hunger- und Armutsbekämpfung in der Welt verschrieben. In der Kategorie "Wissenschaft" ging der DigiGlobe an die Neurochirurgische Klinik der Universität Ulm. Ausgezeichnet wurde die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens, das die chirurgische Entfernung von Tumorgewebe aus dem Gehirn deutlich vereinfacht. Ganz neue, fast dreidimensionale Sichtweisen von Sportereignissen vermittelt die von der Revolution Company entwickelte Kameratechnik "EyeVision" dem Fernsehzuschauer.

In der Rubrik "Multimedia für Kinder" wurde das Projekt "Stern für Kinder" ausgezeichnet. Dabei wird Kindern, die eine Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, via Intranet der Kontakt zu Eltern, Freunden und Kindern in anderen Kliniken ermöglicht. Der "DigiGlobeSpecial" ging an die elf und 15 Jahre alten Schwestern Saskia und Sarah Preissner aus Berlin, deren Harry Potter-Fanclub im Internet jede Woche fast 50 000 Besucher anzieht.

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