Digitale Welt : Bilder, die Geschichte machten

Bundesarchiv stellt Wikipedia 100 000 Bilder zur Deutschen Geschichte kostenfrei zur Verfügung

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Weihnachten 1961. Die Schöneberger Sängerknaben vor der Mauer am Brandenburger. Tor Foto: Bundesarchiv

Podcasts der Kanzlerin gibt es bereits, nun hat die Bundesregierung auch den Weg ins Web 2.0 beschritten, wo die Nutzer die Inhalte mitgestalten. Das Bundesarchiv stellt der Online-Enzyklopädie Wikipedia rund 100 000 digitalisierte Bilder zur deutschen Geschichte von der Kolonialzeit bis heute kostenfrei zur Verfügung. „Das ist das kulturelle Erbe Deutschlands“, sagte Mathias Schindler, Projektleiter von Wikimedia Commons, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin. Auch das Bundesarchiv profitiert von der Kooperation. Oliver Sander, Leiter des Bildarchivs im Bundesarchiv, hofft, dass die Wikipedia-Nutzer zur Identifizierung bislang unbekannter Fotos beitragen.

Das Bundesarchiv sammelt und verwaltet Unterlagen zur deutschen Geschichte. Dazu zählen neben Fotografien auch Akten oder Tonaufzeichnungen. In seinem digitalen Bildarchiv, das 2007 ins Internet gestellt wurde, befinden sich rund 170 000 Bilder. Wikipedia wurde 2001 gegründet und gehört weltweit zu den zehn beliebtesten Websites. Auf der deutschsprachigen Seite sind weit über 800 000 Artikel abrufbar.

Die kostenfreie Mediensammlung Wikimedia Commons wurde 2004 als Schwesterprojekt von Wikipedia ins Leben gerufen. Sie enthält derzeit knapp 3,5 Millionen Dateien, zu denen nun die 100 000 historischen Bilder des Bundesarchivs kommen. (Stefanie Erhardt)

www.bild.bundesarchiv.de

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